Geschichtspfad

Stadt­ge(h)schich­te er­le­ben

Ver­bor­gen, ver­schwun­den oder ver­steckt ist man­ches, was Eis­lin­gen zu dem ge­macht hat, was es heute ist: Auf dem Ge­schichts­pfad er­le­ben Sie immer wie­der neue – mit­un­ter über­ra­schen­de – Bli­cke auf die Eis­lin­ger Ge­schich­te von den Rö­mern und Ger­ma­nen bis in die Ge­gen­wart.

Aus­gangs­punkt (Sta­ti­on 1) des Ge­schichts­pfads bil­det der Schloss­platz vor dem Rat­haus. In zwei etwa gleich lan­gen Schlei­fen führt die Rund­stre­cke durch den Süden und Nor­den von Eis­lin­gen. Farb­mar­kie­run­gen zei­gen auf den ers­ten Blick die The­men­be­rei­che an: Blau steht für His­to­ri­sches, Rot für Neu­zeit­li­ches und Schwarz für die Jahre der NS-Herr­schaft. Quer­ver­wei­se auf an­de­re Sta­tio­nen des Ge­schichts­pfads ma­chen Zu­sam­men­hän­ge deut­lich. Alle Texte lie­gen auch in eng­li­scher Spra­che vor, ab­ruf­bar über einen QR-Code.

Füh­run­gen auf dem Ge­schichts­pfad

Treff­punkt für kos­ten­lo­se Füh­run­gen ist je­weils am ers­ten Sams­tag des Mo­nats um 15:00 Uhr auf dem Schloss­platz vor dem Rat­haus. Die ge­nau­en Ter­mi­ne fin­den Sie in der unten ste­hen­de Ta­bel­le. Eine An­mel­dung ist nicht er­for­der­lich.
Grup­pen kön­nen auch au­ßer­halb die­ser Ter­mi­ne te­le­fo­nisch und per E-Mail Füh­run­gen bu­chen. In die­sem Fall wird ein Un­kos­ten­bei­trag von 40 Euro pro Füh­rung er­ho­ben.

Ter­mi­ne
07. April 2018 Runde Nord
05. Mai 2018 Runde Süd
02. Juni 2018 Runde Nord
07. Juli 2018 Runde Süd
04. Au­gust 2018 Runde Nord
01. Sep­tem­ber 2018 Runde Süd
06. Ok­to­ber 2018 Runde Nord
03. No­vem­ber 2018 Runde Süd
01. De­zem­ber 2018 Runde Nord

In­for­ma­tio­nen zu den 22 Sta­tio­nen

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Geschichtspfad Station 2: Schnell weg von hier!

Stadtteil: Eislingen Süd
Der Bau der Eisenbahnstrecke von Stuttgart durch das Filstal nach Ulm öffnet im 19. Jahrhundert für Eislingen das Tor zur Welt. Kürzere Zeiten für den Transport von Rohstoffen und fertigen Waren beschleunigen die Industrialisierung. Personen reisen mit bislang nicht gekannter Geschwindigkeit.
Station 2: Eisenbahn
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Geschichtspfad Station 3: Mit Wasser läuft's

Stadtteil: Eislingen Süd
Eine der Keimzellen der Industrialisierung Eislingens befindet sich am heutigen Standort der Firma Mahle-Süko. Hier kauft der Unternehmer Wilhelm Jung im Jahr 1846 eine Wassermühle an der Fils und richtet sie als Baumwollweberei ein. Mit der Textilfabrik Jung & Sixt entsteht einer der ersten Industriebetriebe.
Station 3: Industrialisierung
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Geschichtspfad Station 4: Linksum geht's den Römern nach

Stadtteil: Eislingen Süd
Von der südwestlichen Stadtgrenze bei der Steinbeisstraße entlang der Poststraße:
Hier sind im ersten Jahrhundert v. Chr. auch die Römer unterwegs. Am »Rank« – wie der Volksmund für Wegbiegung sagt – biegt ihr uralter Hauptverkehrsweg nach links in die Jägerstraße hinein.
Station 4: Römer
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Geschichtspfad Station 5: Verstorben fern der Heimat

Stadtteil: Eislingen Süd
Während des Zweiten Weltkriegs müssen deutsche Männer an die Front. In den Fabriken fehlen sie als Arbeitskräfte. Ihre Lücken schließen einige Hundert Zwangsarbeiter aus Osteuropa. Fern der Heimat sterben sie in Eislingen.
Station 5: Zwangsarbeiter
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Geschichtspfad Station 6: Das verschwundene Dorf

Stadtteil: Eislingen Süd
Das alte Dorf Kleineislingen ist nahezu spurlos verschwunden. Nur wenige Gebäude erinnern noch heute daran: die Lutherkirche sowie eine kleine Gruppe von Häusern, die sich südlich davon anschließt.
Station 6: Kleineislingen
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Geschichtspfad Station 7: Die Handwerker mit besonderem Schuhwerk

Stadtteil: Eislingen Süd
Die heutige Weberstraße ist die alte Schlarbagass. Mit ihrem offiziellen Namen erinnert diese Straße an die zahlreichen Eislinger Hausweber, die auf ihren Hauswebstühlen meist neben einer kleinen Landwirtschaft vorwiegend Baumwolle verarbeitet haben.
Station 7: Hausweber
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Geschichtspfad Station 9: Sprichst Du Manisch? Voll krass!

Stadtteil: Eislingen Süd
Sag‘ mir wie Du sprichst und ich weiß wo Du herkommst: Die junge Generation war zwischen 1945 und 1955 an ihrer Sprache zu erkennen, dem Eislinger Manisch. Sie wurde nur von den Einheimischen verstanden, ihr Name deutet auf die Nähe zur Sprache der Sinti und Roma hin. Voll krass!Station 9: Manisch
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Geschichtspfad Station 10: Dorfheirat dank Brücke

Stadtteil: Eislingen Süd
»Die Brücke des guten Einvernehmens« bezeichnet sie der Eislinger Bürgermeister Erwin Maier (1948 bis 1978) bei der Eröffnung im Jahr 1950. Das Bauwerk im Verlauf der Bahnhofstraße ermöglicht das Zusammenwachsen des katholischen Nordens und des evangelischen Südens zu einer gemeinsamen Stadt.Station 10: Nord-Süd
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Geschichtspfad Station 11: Von der Sommerresidenz zum Bücherschloss

Stadtteil: Eislingen Nord
Mit seinem herrschaftlichen Äußeren prägt das Schloss das Stadtbild von Eislingen. Im Lauf der Jahrhunderte dient es unterschiedlichen Zwecken: als Sommerresidenz für den Adel, als Bürogebäude und seit 1989 als Stadtbücherei.
Station 11: Schloss
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Geschichtspfad Station 12: 1350 Meter lang auf Draht

Stadtteil: Eislingen Nord
Schmierstoffe werden während des Erstes Weltkriegs knapp und teuer. Einen Ausweg verspricht sich das Unternehmen Zeller+Gmelin mit der Ölgewinnung aus einheimischem Schiefer. Aber wie kommt das schwere Material vom »Täle« zur Fabrik? Eine 1350 Meter lange Seilbahn übernimmt im Jahr 1916 den Transport.Station 12: Schieferöl
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Geschichtspfad Station 13: Nichts ist älter als St. Anna

Stadtteil: Eislingen Nord
Das älteste Gebäude auf Eislinger Markung ist ein viel zu wenig beachtetes Kleinod. Die St. Anna-Kapelle wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und hat bis heute äußerlich nahezu unverändert überlebt.Station 13: St. Anna
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Geschichtspfad Station 14: Endlich ein neues Zuhause

Stadtteil: Eislingen Nord
Mehr als 55 Millionen Menschen sterben im Zweiten Weltkrieg. Auf die Gewalt des Kriegs folgt die Gewalt der Vertreibung. Viele Deutschstämmige verlieren ihre Heimat im Osten Deutschlands und können oftmals nur ihr Leben retten. Im Westen finden sie ein neues Zuhause – so wie in Eislingen.Station 14: Heimatvertriebene
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Geschichtspfad Station 15: Darf's ein Viertele Großeislinger sein?

Stadtteil: Eislingen Nord
Das Filstalpanorama, eine Karte aus der Zeit um 1535, liefert den ersten Nachweis, dass seit dem frühen Mittelalter in Großeislingen Wein gekeltert worden ist. Straßennamen wie Weingartenstraße, Kelterstraße, Weinsteige oder In den Weingärten halten die Erinnerung an die Weinbautradition wach.Station 15: Weinbau
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Geschichtspfad Station 16: Wieviel Gundi steckt in uns?

Stadtteil: Eislingen Nord
Für die Römer wird es im 3. Jahrhundert nach Christus eng. Weil ihre wirtschaftliche und militärische Macht schwindet, werden sie von germanischen Stämmen aus dem Südwesten verdrängt. Eislingen erlebt den ersten großen Bevölkerungswandel: Alamannen siedeln sich an. Isininga heißt die Siedlung in ihrer Sprache.Station 16: Alamannen
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Geschichtspfad Station 17: Im festen Glauben gebaut

Stadtteil: Eislingen Nord
Alamannische Gräber, die Teilung der Stadt durch die Reformation und eine besondere Kirche am Jakobsweg – die Eislinger Kirchen erzählen eine vielfältige Geschichte. Sie beginnt mit St. Markus als ältestem Kirchplatz der Stadt.Station 17: Kirchen
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Geschichtspfad Station 18: Tödliche Rauferei zwischen Fürsten und Rittern

Stadtteil: Eislingen Nord
Mit der Enthauptung Konradins 1268 in Neapel endet die Herrschaft der Staufer. Deutschland zersplittert in einzelne Gebiete, in denen Fürsten, Geistliche und Ritter um Macht und Einfluss kämpfen. In Eislingen kommt es schließlich zu gewalttätigem Streit zwischen Fürsten und Rittern.Station 18: Herrschaftszeiten
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Geschichtspfad Station 19: Unterm Hakenkreuz

Stadtteil: Eislingen Nord
Zweiter Weltkrieg, Völkermord und Auslöschung des jüdischen Lebens prägen die Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Sie endet in Eislingen am 20. April 1945 mit dem Einmarsch amerikanischer Soldaten. Geblieben ist die 1933 von der NS-Diktatur vollzogene Zwangsvereinigung von Groß- und Kleineislingen.Staiton 19: NS-Zeit und Stadtgründung
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Geschichtspfad Station 20: Wie die obere Mühle zum Seelenretter wird

Stadtteil: Eislingen Nord
Dreht sich das Mühlrad, brummt die Wirtschaft. Im Großeislingen des Mittelalters bewähren sich die Mühlen aber nicht nur als Energiequelle für Handwerksbetriebe bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Im Fall der Oberen Mühle sollen sie den Menschen auch das Seelenheil nach dem Tod sichern.Station 20: Mittelalter
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Geschichtspfad Station 21: Bühne frei für Bier und Politik

Stadtteil: Eislingen Nord
Immer wieder finden Bier und Politik im Gasthaus »Adler« zusammen. Hier wird Bier gebraut und Geschichte geschrieben, hier spielt sich ein Großteil des gesellschaftlichen und politischen Lebens von Eislingen ab. Der eindrucksvolle »Adler«-Saal bildet dabei stets den Mittelpunkt des Geschehens.Station 21: Revolution
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Geschichtspfad Station 22: Ausgezeichnet für Vielfalt

Stadtteil: Eislingen Nord
Bürger aus mehr als 80 Nationen leben und arbeiten in Eislingen friedlich miteinander, teilweise seit vielen Jahrzehnten. Für ihr erfolgreiches Konzept zur Integration erhält die Stadt Eislingen im Jahr 2010 die Auszeichnung »Ort der Vielfalt«. Der Integrationsausschuss vertritt die Interessen der Bürger ausländischer Herkunft.

Station 22: Zuwanderung
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Geschichtspfad Station 23: Immer für eine Überraschung gut

Stadtteil: Eislingen Nord
Wo es an Rohstoffen mangelt, müssen schwäbische
Tüftler mit neuen Ideen unStation 23: Made in Eislingend Geschäftssinn her. Zahlreiche Eislinger Unternehmer und Betriebe bringen es mit diesem Erfolgsrezept weit nach oben bis zur weltweiten Marktführerschaft. Das Qualitätsmerkmal »Made in Germany« heißt an der Fils  »Made in Eislingen«. Lassen Sie sich überraschen, welche großen Markennamen ihren Ursprung in Eislinger Köpfen haben!
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Geschichtspfad Station 8: Wer wohnt im Feuchtgebiet?

Stadtteil: Eislingen Süd
Der Begriff Wasen bedeutet feuchtes Gelände. Auf das Gebiet des Kleineislinger Wasens trifft diese Beschreibung zu. Seit dem 18. und frühen 19. Jahrhundert arbeiten, leben und wohnen dort vor allem Handwerker in ihren kleinen Werkstätten. Heute ist der Wasen ein saniertes Wohnquartier.
Station 8: Wasen
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