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JAHRESRÜCKBLICK 2017

Interessante Ereignisse und Begebenheiten aus Eislingen von Stadtarchivar Martin Mundorff
 

Liebe Leserinnen und Leser des Jahresrückblicks aus Nah und Fern,
 
Wieder neigt sich ein ereignisreiches Jahr in unserer Stadt seinem Ende entgegen. Gerne setze ich auch heuer die Tradition fort, Ihnen zu schildern, was sich in den vergangenen zwölf Monaten ereignet hat. Im Zusammenspiel zwischen der Stadtverwaltung, ihren Gremien, den örtlichen Vereinen und der Bürgerschaft kam der im Gang befindliche Prozess des Wandels und der Weiterentwicklung voran. Der Weg zur Schaffung und Ausgestaltung eines neuen Zentrums zwischen Kronenplatz, Bahnhofsgelände und Schlossplatz wurde erfolgreich fortgesetzt. Ebenso müssen auch vor Ort Antworten auf die Fragen der Zeit gefunden werden. Demografischer Wandel, Industrie 4.0, Digitalisierung und Integration von Fremden seien an dieser Stelle beispielhaft genannt. Für mich als Stadtarchivar und Chronist ergeben sich in solchen Zeiten des Umbruchs reizvolle Aufgaben.
 
Verkaufsoffener Sonntag in Eislingen - Blick auf den Schlossplatz vor dem neuen Rathaus
Der belebte Schlossplatz vor dem Rathaus am verkaufsoffenen Sonntag

Stadt im Aufbruch

 
Direkt ins Auge fallen die Änderungen im Stadtbild im Bereich des Schlossplatzes. Er hat sich mit dem Bezug des neuen Rathauses im Jahr 2016 zu einem belebten Platz entwickelt. Der gut angenommene Wochenmarkt, der seit langer Zeit freitags in der Leonhardstraße abgehalten wurde, hat seit 31. März 2017 auf dem Schlossplatz zwischen Rathaus und Schlossapotheke eine neue Heimstatt gefunden.

Der Wochenmarkt kommt am neuen Standort vor dem Rathaus gut an
Der neue Standort des Wochenmarkts ist ein Gewinn für Eislingen

Entsprechend der landauf landab üblichen Tendenz zur Ersten Hilfe bei medizinischen Notfällen im Umfeld öffentlicher Gebäude Defibrillatoren bereit zu halten, wurde in der Schlossapotheke ein „Defi“ installiert.
 
In einer Veranstaltung im Mai im Rahmen des bundesweiten Aktionstags der Städtebauförderung informierte Oberbürgermeister Klaus Heininger im Rahmen eines Stadtrundgangs über aktuelle städtebauliche Projekte. Im Blickpunkt standen dabei das Gebiet zwischen Schlossplatz und der Bereich südlich der Bahnlinie. Interessierte konnten sich anlässlich dieses Aktionstags an einem Informationsstand auf dem Wochenmarkt über Einzelheiten informieren. Eine der ersten Maßnahmen der baulichen Sanierung im Umfeld südlich der Eisenbahnlinie war die vor kurzem abgeschlossene Anbringung eines neuen stabileren Straßenpflasters beim Kronenplatz. Auch anderweitige Gelegenheiten, wie ein Gesprächsabend zur Stadtgestaltung bei der Kolpingsfamilie nutzte das Stadtoberhaupt Klaus Heininger, um über diese Planungen zu informieren und ins Gespräch zu kommen.
 
Die baden-württembergische Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Nicole Hoffmeister-Kraut lobte bei einem Besuch in Eislingen vor wenigen Wochen das Bemühen der Stadtverwaltung, das Quartier des Schlossplatzes zu einer lebendigen Stadtmitte zu entwickeln. Die Ministerin wartete überdies mit der freudigen Botschaft auf, dass die Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet zwischen Schlossplatz und südlich der Jahn- und Salacher Straße mit einer Summe von 5,62 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert werden.

Die Freiluft-Bücherstube

 
Ein musikalischer Beitrag der Städtischen Musikschule umrahmte die Einweihung des öffentlichen Bücherregals
Einweihungsfeier für das öffentliche Bücherregal vor der Schlossapotheke
 
Eine Anregung der Eislinger Literatin Tina Stroheker aufgreifend richtete die Stadt im Bereich des Schlossplatzes einen öffentlichen Bücherschrank ein. Er wird von allen bestückt, die sich nach der Lektüre eines Buchs von diesem trennen wollen. Interessierte können dann diese gut erhaltenen Bücher gratis ausleihen. Zur Betreuung dieses „Häuschen für den Garten der Literatur“ – eine Anspielung auf ein Zitat des indischen Literaten Mangalesh Dabral – setzt die Stadtverwaltung auf Bücherpaten. Oberbürgermeister Heininger wies darauf hin, dass diese öffentliche Bücherinsel rund um die Uhr an allen Tagen barrierefrei zugänglich ist.
 
OB Klaus Heininger (links im Bild) und Tina Stroheker (rechts) enthüllen das öffentliche Bücherregal
Oberbürgermeister Klaus Heininger und die frisch gebackene Gryphius-Preisträgerin Tina Stroheker bei der Enthüllung des öffentlichen Bücherregals

Signale auf Grün am Bahnhof

 
In den Reigen städtebaulicher Vorhaben im Zentrum Eislingens reiht sich auch die Schaffung des Mobilitätspunkts Bahnhof ein. Im Rahmen eines Projektgesprächs erläuterte Baubürgermeister Jürgen Gröger die Schwerpunkte rund um den geplanten Mobilitätspunkt. Das Reisen mit der Bahn soll durch eine Umgestaltung des Bahnhofzentrums für die Bevölkerung attraktiver werden. Die Schaffung eines neuen Service-Bereichs mit Wartelounge und Fahrkartenverkauf, einer ansprechenden Gastronomie sowie eines Fahrradparkhauses mit Pedelec-Station sind wichtige Gesichtspunkte dieser Umbaumaßnahme. Auch werden Überlegungen über Car-Sharing-Modelle angestellt.
 
An dieser Stelle eine kritische persönliche Stellungnahme: Damit diese begrüßenswerten engagierten Maßnahmen der Stadt optimal greifen, ist die Deutsche Bahn gefordert. Zahlreiche Pendler ärgern sich über mangelnde Sauberkeit und Pünktlichkeit im Bereich der Filstalbahn. Angesichts der gebotenen Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zu hoffen, dass die Bahn in Zukunft ihre Aufgaben besser erfüllt als bisher. Die Stadtverwaltung ihrerseits hat im Blick auf Lärmsenkung und Verbesserung der Pünktlichkeit von Zügen bereits Initiativen vorangebracht.
 
Im Zusammenhang mit der Einrichtung des Mobilitätspunkts wird das bislang im Bahnhof untergebrachte Jugendhaus „Nonstop“ in das einstige Kreissparkassen-Gebäude und den zeitweiligen Ausstellungsraum der Firma Holz-Koch vis-à-vis umziehen. Die Umbaumaßnahmen laufen derzeit. In diesem Bau hatte bis vor kurzem das Stadtarchiv Depot-Flächen zur Unterbringung von wichtigen Akten aus der jüngsten Vergangenheit. Entsprechend der Konzeptionierung auf moderne elektronische Aktenführung war für diese Dokumente beim Bezug des neuen Rathaus-Gebäudes zweckmäßigerweise kein Platz vorgesehen. Es ist geplant neben dem Notariat und den Büros des Stauferwerks auch das komplette Stadtarchiv im umgestalteten Bahnhofszentrum unterzubringen. Die dazu erforderlichen Fahrregalanlagen, in denen mittlerweile die Akten aus dem erwähnten Depot Holz-Koch untergebracht sind, sind bereits aufgestellt.

Größte Reform in der Geschichte der baden-württembergischen Justiz

 
Auf Wirkung zum 1. Januar 2018 werden sämtliche staatlichen Notariate in Baden-Württemberg abgeschafft. An ihre Stelle treten bei Beurkundungen und vergleichbaren Vorgängen, wie in den anderen deutschen Bundesländern üblich, freiberufliche Notarinnen und Notare. Entsprechend der von der Landesregierung auf den Weg gebrachten Neuorganisation des baden-württembergischen Grundbuchwesens wird die Grundbuchführung künftig nicht mehr auf Notariate sondern auf 13 Amtsgerichte im Land konzentriert. Die damit verbundenen Vorgaben zielen auf eine rein elektronische Aktenführung ab. Im Sinne der Bürgernähe wurde beim Eislinger Rathaus wie bei vielen anderen Gemeindeverwaltungen in Baden-Württemberg eine so genannte Grundbucheinsichtsstelle eingerichtet. Die auf vielen Ebenen mit Eislingen verbundene Nachbargemeinde Ottenbach beteiligt sich an der Einsichtsstelle. Und so können Bürgerinnen und Bürger aus Eislingen und Ottenbach mit berechtigtem Interesse Einsicht in das elektronische Grundbuch nehmen und Auszüge aus diesem erhalten.
Bild 5: Regierungspräsident Reimer in Eislingen

Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung

Auch in diesem Jahr wurde die Reihe „Forum Stadtentwicklung“ fortgesetzt. Diese Veranstaltungsreihe im Jurasaal der Stadthalle bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen zu informieren und in die Diskussion einzubringen. Oberbürgermeister Heininger betonte, dass es sein Bestreben sei, vorhandene Flächen und Geschäfte zu erhalten. Im Vordergrund stand bei der Veranstaltung im Februar die Gestaltung des Schlossplatzes und damit zusammenhängend Bau und Finanzierung der so genannten Mühlbachtrasse im Vordergrund. Über sie soll der künftige Straßenverkehr zwischen den Stadtteilen Nord und Süd geführt werden. Diese Trasse, die in einem Tunnel unter der Eisenbahn geführt wird, soll die Überführungshochbrücke ersetzen. Durch Abbruch der Überführung kann der Bereich des Schlossplatzes zu einem zentralen attraktiven Platz für Fußgänger und als Marktplatz weiterentwickelt werden.

Während eines Stadtrundgangs informiert OB Klaus Heininger Regierungspräsident Wolfgang Reimer über die städtebauliche Entwicklung
Regierungspräsdiden Wolfgang Reimer beim Ortstermin in Eislingen

Zeitnah zu dieser Veranstaltung machte sich der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer bei einem Besuch ein Bild über die Innenstadtgestaltung in Eislingen. Im August wurden die erforderlichen Anträge auf Fördermittel zur Umsetzung der Mühlbachtrasse beim Regierungspräsidium gestellt.
 
Noch im Februar trafen sich Oberbürgermeister Klaus Heininger und der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich zu einem Arbeitsgespräch.


Arbeitsgespräch Oberbürgermeister Heininger mit MDL Peter Hofelich

Das Eislinger Stadtoberhaupt verdeutlichte bei dieser Besprechung, wie sehr die im vorigen Abschnitt erwähnten städtebaulichen Entwicklungsprojekte mit dem Ausbau des Bahnhofs als Mobilitätspunkt, der Entwicklung des von der Stadt erworbenen Areals des früheren Elektrogeschäfts Haug am Kronenmarkt und der Neubebauung der Fläche des ehemaligen Polizeireviers an der Stuttgarter Straße verzahnt sind. Mit dem Abschluss der Rückbauarbeiten an der Stuttgarter Straße im Juli wurden die Weichen für die Bebauung des abgebrochenen alten Polizeireviers gestellt.
 

Verkehrsfreigabe der zurückgebauten Stuttgarter Straße

Bauprojekte im Westen Eislingens

 
Nach Abschluss des Rückbaus der alten Bundesstraße B 10 wurde im Eislinger Südwesten ein weiteres Straßenbauprojekt in Angriff genommen. Noch im Sommer begannen die Bauarbeiten zum direkten Anschluss des Gewerbegebiets Steinbeisstraße an die B 10-Umgehungsstraße über den Zubringer Eislingen-West. Das hohe Verkehrsaufkommen sorgte im Kreuzungsbereich Stuttgarter / Solitude-/ Post- und Steinbeisstraße immer wieder zu Verkehrsstaus. Gerade auch für die vielen Geschäftskunden, die beim Supermarkt Marktkauf (Neuerdings: Edeka „E center“) ihre Einkäufe erledigen, könnte die Verkehrssituation mit dem Durchstich zur B 10 entspannter werden.
 
                               DieWesttangente nach Abschluss der Bauarbeiten
 

Im September konnte die 840 000 € teure Sanierung der Westtangente abgeschlossen werden. Sie bindet die nördliche Straßenverbindung zwischen Göppingen und Eislingen an die B 10-Umgehungsstraßenzu- und –ausfahrt Eislingen-West an. Die Westtangente wird auch vielfach von den Bewohnern und Gewerbetreibenden im Göppinger Stadtteil Stauferpark genutzt.
 
Die Stadt tat auch einiges zum Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes. So konnte zur Jahresmitte ein neuer Abschnitt des entlang der Fils führenden Weges für Fußgänger und Fahrradfahrer für den Bereich zwischen Neuffen- und Rosensteinstraße fertig gestellt werden.
 

Der Filsradweg auf dem Abschnitt Eislingen
 
Die Bebauung des „Klingengrabens“ südöstlich der Holzheimer Straße schreitet weiter voran. Vor wenigen Wochen fand dort der Spatenstich für ein Wohnbauprojekt, mit dem Menschen mit niedrigem Einkommen Wohnraum angeboten werden kann. Bei Straßenbezeichnungen in dem Neubaugebiet achtet die Stadt darauf, alte Flurnamen zu verwenden. Mit Benennungen wie Flachsäcker, Pfaffenwiesen oder Krummäcker wird an historische Bezüge aus dem bäuerlichen Bereich erinnert.

Engagement für Natur und Umwelt

Die Stadtverwaltung, die Geschäftswelt und verschiedene Organisationen in der Stadt haben es sich auf die Fahnen geschrieben, ressourcenschonend und nachhaltig zu arbeiten. Unter der Federführung von Wolfgang Lissak, Mitarbeiter im Planungsamt der Stadt Eislingen, hat sich die Arbeitsgruppe Umwelt gebildet. Ihr gehören neben der Stadtverwaltung Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, der örtlichen Naturschutzverbände, der Obst- und Gartenbauvereine, der Land- und Forstwirtschaft, des amtlichen Naturschutzes und der Jagdgenossenschaft an. Die Arbeitsgruppe bietet fachliche Unterstützung bei öffentlichen und ehrenamtlichen Aktivitäten für Natur und Umwelt. Initiieren und Mitwirken bei Umweltprojekten sowie Erarbeitung von Empfehlungen für den Gemeinderat sind zentrale Aufgaben der Arbeitsgruppe. Sie befasst sich auch mit Eingriffen in die Natur.
 
Kleine innerstädtische Fläche, die zu einer Naturoase für Insekten umgestaltet wurdeDas Eldorado für die heimische Flora und Fauna. Im Hintergrund die baulich erweiterten Firmenräumlichkeiten des Unternehmens Metallbau Klement
 
Beispielhaft sind an dieser Stelle einige Maßnahmen aufgezeigt, die die Stadtverwaltung in diesem Jahr ergriffen hat. So wurde die trostlose Schotter- und Asphaltfläche im Bereich zwischen Wehr- und Karl-Liebknecht-Straße zu einer Naturoase umgestaltet, um ein kleines Eldorado für Insekten und heimische Pflanzen zu schaffen. Des Weiteren wurden die Weichen dafür gestellt, dass auf dem Rathausdach für 40 000 € eine Photovoltaikanlage installiert werden kann; die übrige Dachfläche soll begrünt werden. Zum Schutz und zur Pflege der Streuobstwiesen legte die Stadtverwaltung im Spätsommer wieder ihr Förderprogramm auf, das es nunmehr seit 15 Jahren gibt. Im öffentlichen Raum wurden 186 alte Straßenlampen gegen LED-Lampen ausgetauscht. Und im September wurden unter den Brücken vor dem Rathaus zwei neue Ladesäulen für E-Autos in Betrieb genommen.

Respektvoller Umgang und Toleranz

Der liebevoll gestaltete Grillplatz bei der Saurierbrücke unweit der Näherhöfe war immer wieder ein Ziel für Vandalismus. In einer Sitzung vor wenigen Tagen hat der Gemeinderat die Reißleine gezogen und sich für den Abbau der Grillstelle entschieden. Dieser Beschluss fiel nicht einmütig. Kritiker merkten an, dass so der Eindruck entsteht, dass man vor vandalistischen Übergriffen kapituliert. Es stellt sich meiner Meinung nach über dieses bloße Ereignis hinaus die Frage wie die Gesellschaft auf Verrohungstendenzen, gerade auch im Internet, reagiert.
 

Jugendliche beim beliebten Tischfußball im Jugendhaus Talx
 
Ein Beispiel dafür wie zwischen Toleranz und Verboten abzuwägen ist, bot ein Konflikt im Wohngebiet Adlerstraße. Fußball spielende Kinder erhitzten die Gemüter. Die Kinder verstanden sich wohl eher als Wiesenkicker denn als Straßenkicker. Sie trugen ihre Fußballspiele auf einer hainartigen Wiese aus, die als Ausgleichsfläche für den Natureingriff von der Stadt ausgewiesen war und nicht betreten werden sollte. Lärm, auf Häuser und Terrassen fliegende Bälle und Ähnliches sorgte unter den Anwohner zu erheblichen Auseinandersetzungen. Nach Prüfung der Rechtslage entwickelte die Stadt die Kompromissformel, dass die öffentliche Wiese zwar betreten werden darf, dass aber Ballspiele zu unterbleiben haben. Die Kinder sollen statt der Wiese den wenige Meter entfernten Villànyer Platz zum Kicken nutzen. Die Stadt wird diesen Platz entsprechend aufwerten.

Jung und Alt im Talx


 
Im Erdgeschoß des Jugendhauses wurde auch das alte Mobiliar ersetzt. Teilweise kreierten die Jugendlichen ihre Sitzmöbel selbst. Renovierungsarbeiten Talx
 
Beim Jugendtreff Talx, neben Schloss und Marstall gelegen, standen die Zeichen in diesem Jahr auf Umbau, Renovierung und Neukonzeptionierung. Engagierte Jugendliche des Treffs nahmen in Abstimmung mit Mitarbeitern des Kinder- und Jugendbüros der Stadt die Umgestaltung selbst in die Hände. Nach einer vierteljährlichen Umbauphase konnte noch im Juli die offizielle Einweihung gefeiert werden.
 
Jugendliche notieren ihre Wünsche und Ziele für das JugendhausJugendliche im Gespräch im Jugendhaus Talx
 
Das Talx wird nicht nur von Jugendlichen sondern auch von anderen Gruppierungen unterschiedlichen Alters genutzt. Dazu gehört beispielsweise der Internationale Kreativtreff. Entstanden ist der rührige Treff, bei dem auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, vor einem Jahr im Rahmen der „Wochen der Vielfalt“.


Ein beliebter Treffpunkt von Frauen zum Basteln und Handarbeiten ist der Internationale Kreativtreff

Unter der Federführung von Elnora Hummel, selbst Migrantin, von den Philippinen, treffen sich Frauen aus vielen Ländern zum gemeinsamen Stricken, Häkeln, Nähen und Basteln. „Hohen Besuch“ bekam der Internationale Kreativtreff für Frauen im Juli: die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Lidwine Reustle, war zu Gast. Weitere Gruppen, die sich im Talx treffen, sind eine Sport-Stacking-Gruppe, ein Sprachkurs für Flüchtlinge und das Elterncafé, das in Kooperation mit Schillerschule und Erich-Kästner-Gymnasium getragen wird.
 
Seit langer Zeit ist das jeweils am ersten Mittwoch des Monats stattfindende Frauenfrühstück der efa / Eislinger Frauenaktion im Talx ein fester Kalendertermin. Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die efa zur Verwirklichung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen jedes Alters und jeder Nationalität. Die Bandbreite des Engagements ist vielfältig. Genannt sei der im Rahmen der Wochen der Vielfalt im letzten Jahr geschaffenen Internationalen Frauentreff, der sich als Angebot gerade auch an Flüchtlingsfrauen richtet.

efa-Mitglieder stellen OB Klaus Heininger ihr neues Angebot für weibliche Flüchtlinge vor
Internationaler Frauentreff der efa

Des Weiteren werden Informations-Veranstaltungen durchgeführt, z. B. zum Prostituiertenschutzgesetz. Die Geselligkeit kommt dabei nicht zu kurz, sei es bei den Feiern zum Weltfrauentag. Zum Internationalen Frauenfrühstück im Oktober hatte die efa die Eislinger Kabarettistin und „schwäbische Dialekt-Queen“ Marlies Blume alias Heike Sauer eingeladen. Die Erlöse aus diesem und aus vorausgegangenen Internationalen Frauenfrühstücks-Aktionen kamen als Spenden den Eislinger Schulen zu Gute.
 
Nora Hummel (links) übergibt zusammen mit Heide Kottman (rechts) die Spende vom Internationalen Frauenfrühstück an Schulleiter Wolfgang BeyerNora Hummel (links) übergibt zusammen mit Heide Kottmann (rechts) die Spende vom Internatinalen Frauenfrühstück an Wolfgang Beyer

Kultur- und Veranstaltungsmeile zwischen Schloss, Alter Post und Stadthalle


Blick in den dicht mit Zuschauern gefüllten Schlosspark beim FilstalrockBesucher beim Filstalrock im Schlosspark

Die Tribute-Band Kiss beim FilstalrockDie Tribute-Band Kiss hatte viele Fans beim Filstalrock
 
Die im Schloss untergebrachte Stadtbücherei, der angrenzende Schlosspark und die jenseits der Eisenbahnstrecke gelegene Alte Post boten den Rahmen für zahlreiche Veranstaltungen, insbesondere im kulturellen Bereich. Herausragende Veranstaltungen im Schlosspark mit erheblichem Publikumszuspruch waren zum Jahresbeginn das traditionelle Lichterfest des ASV, im August die Open-Air-Reihe „Filstalrock“ mit verschiedenen Tribute-Bands sowie das Weltkindertagsfest am 24. September. Die Aufmerksamkeit für letztgenanntes Fest wurde durch den zeitgleich abgehaltenen verkaufsoffenen Sonntag erhöht.
 
 Sport im Park Schlosspark Eislingen - Balljonglieren
Sport im Park

Clown Clip ulkte mit den Publikum Weltkindertag im Schlosspark
 
Eingebunden in das Weltkindertagsfest ist auch das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Eislingen, das mit einem großen Bündel an Freizeitaktionen, Angeboten für die politische und soziale Partizipation junger Menschen und Hilfen in den Bereichen Migration und Inklusion wichtige Bausteine zur Förderung junger Menschen liefert. Guten Zulauf fand u. a. die Aktion „Freistil“.
 
Die Kinder hatten viel Spaß bei den verschiedensten Aktionen Eine Aktion aus dem Kinder- und Jugendangebot "Freistil"


Im Jugendhaus Talx konnten sich Jugendliche ein Cajon bauen
 
Ebenfalls eingebunden in das Weltkindertags-Geschehen ist die Stadtbücherei. Auf Sarah Ripp, die sich beruflich nach Aalen verändert hatte, folgte Anfang dieses Jahres Isabel Gunzenhauser als Bibliotheksleiterin. Unter ihr entwickelt sich das bestehende Serviceprogramm kontinuierlich weiter. Im benachbarten Kultur-und Vereinshaus „Alte Post“ konnte der Kunstverein mit einer Reihe von qualitätvollen Ausstellungen aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst aufwarten.

Das gewohnt vielfältige und umfangreiche Veranstaltungsprogramm war in der Stadthalle geboten. Der Rahmen umfasste die übliche große Fülle zwischen Theater, Kleinkunst, kleinen Messen, Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Veranstaltungen der Stadtverwaltung in eigener Sache. Der Bogen reichte von der städtischen Altenehrung und Sportlerehrung über das badisch-schwäbische Kabarett von Marlies Blume und Fidelius Waldvogel, Musikdarbietungen von Rock bis Klassik, Eislinger Schulkonzerte, Messen des örtlichen Geschäftslebens und zur Berufsorientierung bis zum Literarischen Mai, den die Eislinger Schriftstellerin Tina Stroheker ins Leben rief.
 

Die Seniorenfeiern in der Stadthalle waren an beiden Tagen wieder sehr gut besucht

Städtepartnerschaft und Stadtfest


Im Rahmen der Städtepartnerschaft Eislingens mit Oyonnax in Frankreich wurden auch in diesem Jahr wieder Preise für hervorragende Leistungen im Schulfach Französisch verliehen. Die diesjährigen Preisträger waren Lara Maria Linderich und Fabian Huter.


Die Preisträger des Französischpreises strahlten bei der Preisverleihung um die Wette

Auch auf anderen Ebenen wird die völkerverbindende Freundschaft mit der Stadt im französischen Jura gepflegt: Im Rahmen des Stadtfests im Juli weilte wieder eine Delegation in Eislingen und im Herbst war der Posaunenchor des evangelischen Jugendwerks auf Besuch in Oyonnax. Zum Stadtfest weilten rund 10 Personen aus Eislingens ungarischer Partnerstadt Villàny und eine gut 30 Köpfe umfassende Delegation in Eislingen. Der Partnerschaftsbeauftragte Hauptamtsleiter Eberhard Weiler und die Vorsitzende des Partnerschaftskomitées Karin Schuster, sorgten dafür, dass sich die rund 40 Gäste aus Ungarn und Frankreich sichtlich wohl fühlten.
 
Das Stadtfest wurde wieder im üblichen Rahmen am Wochenende 14. bis 16. Juli mit dem ökumenischem Gottesdienst an den Filsterrassen, dem traditionellen Festzug sowie mit Vergnügungspark, Ständen und Showbühnen auf dem Festgelände zwischen Kronenplatz und Schlossplatz gefeiert. Den Auftakt im Veranstaltungsreigen bildete am 12. Juli das traditionelle Gemeinschaftskonzert der ARGE, der Arbeitsgemeinschaft der Eislinger Vereine, statt. Die Chöre von Germania, Liederkranz und TSG sangen gemeinsam unter dem Dirigenten Peter Joas. Des Weiteren spielten die Bigband des Erich-Kästner-Gymnasiums unter der Leitung von Martin Gradner, das Zupforchester der Kolpingsfamilie unter Heidemarie Güller und die Stadtkapelle unter Roland Ströhm. Der Spendenerlös von knapp 2800 Euro kam den elf Eislinger Kindergärten zu Gute.


Die Übergabe des Spendenschecks aus dem Gemeinschaftskonzert des Stadtfestes

Das Kirchenkonzert am Sonntagabend, 9. Juli in der Christuskirche stand unter dem Motto „500 Jahre Reformation“. Unter der Gesamtleitung von Rainer Hasert musizierten der Posaunenchor Eislingen und der Projektchor aller Eislinger Kirchenchöre.

Sonstige Nachrichten aus dem Rathaus

 
Im Juli hat die Stadt ihr neues Corporate Design vorgestellt. Es zeigt eine symbolisierte Welle in den Farben rot und blau. Das Designbüro Ueffing in Neu-Ulm hat das neue Leitsystem entwickelt. Es soll vom Schriftverkehr auf Papier über die Außendarstellung bei Beflaggungen bis zum neuen Internetauftritt breitflächig zum Einsatz kommen.


Vorstellung Corporate Design
 
Die Kommunalfinanzen der Großen Kreisstadt Eislingen wurden vom Regierungspräsidium Stuttgart für gut befunden. Ebenfalls auf eine gesunde finanzielle Basis kann das Stauferwerk bauen. Es ist das Energieversorgungsunternehmen, das gemeinsam von den Kommunalverwaltungen Donzdorf, Ottenbach und Eislingen getragen wird.
 
Im Laufe des Jahres standen einige Amtswechsel an. So schied nach acht Jahren Amtszeit im April Bürgermeister Herbert Fitterling aus seinem Amt als Erster Beigeordneter und Dezernent für Finanzen und die Ordnungsverwaltung aus. Seine Stelle als Dezernatsleiter wurde nicht mehr ausgeschrieben; begründet wurde der Schritt mit der Verschlankung von drei auf zwei Dezernate. Herbert Fitterlings Nachfolge bei den Zweckverbänden Eislinger Wasserversorgungsgruppe und Wasserversorgung Kornberggruppe trat Achim Vogt von der Stadtkämmerei an.
Des Weiteren gingen die Amtsleiter Erich Heer (Hochbau), Anton Frey (Tiefbau) und Rolf Lennartz (Baurecht, Gemeindeverwaltungsverband Eislingen-Ottenbach-Salach) in den Ruhestand. Ihre Nachfolge trat im Hochbau Christoph Braun, im Tiefbau Martin Fischer und im Baurecht Jan Frieß an. Für Ahmed El Hadi als Mitarbeiter bei der Baurechtsbehörde Gemeindeverwaltungsverband Eislingen-Ottenbach-Salach kam Dieter Maier. Im November schied in der CDU-Fraktion des Gemeinderats krankheitshalber Herbert Bittlingmaier nach 33jähriger Tätigkeit aus. Die Nachfolge als CDU-Stadtrat trat Axel Raisch an. Ebenfalls im November verstarb der langjährige CDU-Stadtrat Friedrich Schöller.

Demenznetzwerk


In engem Schulterschluss mit der Stadt steht das Demenznetzwerk. Vor dem Hintergrund, dass für die Betroffenen dieser Erkrankung und deren Angehörigen ein Bündel wegweisender hilfreicher Unterstützungen gegeben werden sollte, hat sich die Stadt mit verschiedenen Organisationen, Dienstleistern, Fachleuten, Interessierten und Angehörigen in diesem Netzwerk zusammengefunden. Mit Christina Szalontay und Heide Daiss von der Stadtverwaltung, sowie Hannelore Schnitzler von der sozialdiakonischen Stelle für Ehrenamtsförderung stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Die Fülle an Angeboten, Aktionen und Veranstaltungen, häufig in Kooperation mit den Kirchen ist breit aufgestellt. Sie reicht vom Engagement bei Aktionstagen über Vortragsveranstaltungen bis zu Tanznachmittagen.
 Seniorenberaterin Heide Daiss bei der Demenz-Vortragsveranstaltung in der Stadthalle im April


Besucherinnen und Besucher beim Demenz-Vortrag in der Stadthalle


Der Tanznachmittag des Demenz-Netzwerkes im Katholischen Gemeindezentrum St. Markus findet guten Zuspruch

 
Nicht nur im Zeichen des diesjährigen Reformationsjubiläums
 
… standen die Wirkungsbereiche der Kirchen in Eislingen. Über ihre Kernaufgaben hinaus bereicherten die Kirchen mit Konzerten und Vorträgen, gerade auch in der evangelischen Christuskirche, das kulturelle Leben der Stadt. Von der Mitwirkung beim Demenznetzwerk bis zum Babytreff an der Christuskirche wurden vielfältige soziale Akzente gesetzt. In der katholischen Liebfrauenkirche fand das Jubiläumskonzert zum 50jährigen Bestehen des Zupforchesters der Kolpingsfamilie statt. Erwähnt sei an dieser Stelle auch, dass beim abgebrochenen alten Gemeindehaus von St. Markus an der Königstraße im April der Spatenstich zur Erstellung des Erweiterungsbaus des Alten- und Pflegezentrums St. Elisabeth erfolgte. Personelle Verstärkung hat das Team der Christuskirche übrigens seit diesem Jahr durch die Investitur des Pfarrerehepaars Guillet und die Anstellung des Ausbildungsvikars Johannes Seule erhalten.
 
Nicht unerwähnt bleiben soll der umfangreiche Reigen an Veranstaltungen im Zeichen des Jubiläums 500 Jahre Reformation, an der von der Eislinger Frauenaktion bis zum Stadtarchiv viele Partner beteiligt waren. Erfreulich ist, dass diese Veranstaltungen im ökumenischen Miteinander der Gemeinden St. Markus/Liebfrauen, Lutherkirche und Christuskirche durchgeführt wurden. Eines guten Zuspruchs erfreute sich Anfang des Jahres die Ökumenische Woche, in die auch die St.-Jakobs-Kirche in Krummwälden eingebunden war. A propos Krummwälden: Der gut eingeführte „Kindi-Bus“, der die kleinen Krummwäldener in die Kindergärten St. Michael und Christuskirche in Eislingen-Nord hat ab diesem Jahr den Dienst eingestellt. Nur ein Kind war für diese Service-Leistung angemeldet.
 

Straßenbau auf der verbindungsstraße zwischen Eislingen und Krummwälden
 
Traurige Vorkommnisse
 
Eislingen hatte in diesem Jahr einige Ereignisse zu beklagen, die die Menschen erschrocken und bestürzt haben. In einem Bauerngehöft in Krummwälden, in einem Neubau im Flachsäckerweg und in einem Hochhaus im Ösch brachen Brände aus, die durch den beherzten Einsatz der Feuerwehr rasch gelöscht werden konnten.
 
Viele Menschen, mich eingeschlossen, hat der Mordfall in der Tiefgarage des Bahnhofzentrums sehr betroffen gemacht. Bei dieser Beziehungstat waren mit Ehemann, Ehefrau und deren neuem Lebenspartner drei Tote zu beklagen.
 

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c des Erich Kästner Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Dorothea Weber und Achim Vogt (Leiter der städtischen Steuerungsgruppe Fair Trade)


Zweitklässler der Schillerschule zu Besuch im Rathaus
 
 
„Non scholae sed vitae discimus“
 
oder auf Deutsch „Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir“. Dieses gedrehte Zitat Senecas d. J., eines Philosophen aus dem antiken Rom, ist letztendlich als Forderung an die Praxisbezogenheit des Schulunterrichts zu verstehen. Offenkundig scheinen sich die Eislinger Schulen dieses Motto auf die Fahnen geschrieben zu haben. Die Dr.-Engel-Realschule sowie die Schiller- und die Silcherschule konnten ausgerichtet auf die Berufsfindungsphase Bildungspartnerschaften mit regionalen Unternehmen abschließen. So hat die Schiller-Gemeinschaftsschule eine Partnerschaft mit der Firma Kleemann im Stauferpark, die neuerdings zum weltweit agierenden Großkonzern John Deere zugehört, abgeschlossen. Die Silcher-Werkrealschule hat Bildungspartnerschaft mit der Firma EVB Bau Punkt Einkaufs- und Handelsgesellschaft Werkzeuge und Baumaschinen in Eschenbach. Das Erich-Kästner-Gymnasium konnte als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet werden. Dieses Zertifikat zielt darauf ab, dass die Schule Schwerpunkte auf die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik als zentraler wirtschaftlicher Innovationssektor legt.
 
Ebenso waren die Schulen bestrebt, ihre Schülerinnen und Schüler auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens heranzuführen. Der Bogen spannte sich dabei von Besuchen der Grundschüler der Schillerschule auf dem Rathaus über das gemeinsame Fair Trade – Engagement von Gymnasium und Stadt sowie über die Beteiligung an Kreativwochen bis zur Mithilfe bei Benefizaktionen für Bedürftige. Erwähnt seien auch die erfolgreichen Buch-Projekte der Dr.-Engel-Realschule. Im Rahmen der verlässlichen Grundschule konnte die Schillerschule die Betreuung der Dritt- und Viertklässler im Ösch zusammenführen. Glanzpunkte im Schulleben stellten die Jubiläen 25 Jahre Schulpartnerschaft Erich-Kästner-Gymnasium – Oyonnax und 75 Jahre Dr.-Engel-Realschule dar.

Musik- und Sportförderung


In diesem Feld überlappen und ergänzen sich die Arbeitsschwerpunkte von Schulen, Vereinen und der Stadt. Es bleibt zu hoffen, dass über Kooperationen dem derzeitigen Trend der Rückläufigkeit von Vereinsbindungen der Menschen entgegengewirkt werden kann. Das gilt ebenso für Vereinsgaststätten und Lokale, die eng an Vereine gebunden sind. Seit diesem Jahr hat Lauretta Bräunle, der bisherigen Wirtin der „Golan-Höhen“, der Gaststätte der Gartenfreunde Süßen, das Bad-Café gepachtet. Es wäre erfreulich wenn die Hallenbad-Gaststätte einen guten Publikumszuspruch erfahren würde.

Eine erfreuliche Kooperation haben die Städtische Musikschule, die in diesem Jahr von einer Förderung der ortsansässigen Firma ZG profitierte, und der Musikzug des Vereins TSG Eislingen vereinbart.

Vorspiel der Jugend mit den Streichinstrumenten in der Stadthalle
Streichorchester der Städtischen Musikschule 

Der Musikzug hat in diesem Jahr mit Erfolg ein Kindermusical-Projekt umgesetzt. Bei der TSG konnte neben der Fechtabteilung, die gewissermaßen in jedem Jahr auf den Siegerpodesten landet, auch die Beach-Volleyballerinnen mit Erfolgen aufwarten. Die Nachwuchstalente Antonia Schmid und Melissa Finteis errangen den württembergischen Meistertitel in der Altersklasse U 16 und die Vizemeisterschaft in der U 17. Im Hiphop holten die Choreobots aus Eislingen und Holzheim den deutschen Meistertitel.
 
Im Fußball errangen die E4-Junioren des FC Eislingen den Meistertitel der Kreisstaffel 10. Beim Nachwuchs-Trainingscamp des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart bei der KSG Eislingen wurde Patrick Schnabel Preisträger.
 
Ein Ausrufezeichen für die Stadt und die örtliche Geschäftswelt
 
Koordiniert wird der Bereich bei der Stabsstelle Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung. Ende letzten Jahres hat hier Thea Heinzler die Nachfolge von Sebastian Vetter angetreten. Eine weitere wichtige Anlaufstelle ist der Eislinger Marketingverein, der sich seit dem Sommer den neuen Namen „Die Selbständigen“ gegeben hat. Mit den Verkaufsoffenen Sonntagen haben „die Selbständigen“ ein wichtiges und erfolgreiches Betätigungsfeld. Am verkaufsoffenen Sonntag im September konnte die Firma Pfeiffer Fenster und Türen seinen neuen Schauraum der Öffentlichkeit präsentieren.
 
Neues ist auch vom Firmengelände der einstigen Landmaschinenfabrik Ventzki zu vermelden. In diesem Monat Dezember wurde nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten Peter Lampart und Michael Haisers das „Zweigwerk No. 11“ als Event-Location rund um exklusive Autos eröffnet. Gastronomischer Partner ist Sternekoch Rolf Straubinger vom Burg-Restaurant Staufeneck. Im November weilte der Ex-Rennsportfahrer und zweifachen Rallye-Weltmeisters Walter Röhrl zur Präsentation des neuen Porsche 911 im Zweigwerk 11.
 
In das Kommen und Gehen in der Geschäftswelt gehören die Eröffnung Fenster und Türen Jas Geist in der Stuttgarter Straße und einer Boulderhalle, der Generationenwechsel im Autohaus Kauderer, die Eröffnung des umgebauten Firmensitzes Metallbau Klement, das 50jährige Bestehen von Heizung Sanitär Autenrieth, aber auch die Schließung der Modefiliale Charles Vögele.
 

Aktion "100 Bänke": Oberbürgermeister Klaus Heininger mit der Stadtmarketingbeauftragten Thea Heinzler und Romina und Isolde Igeler
 
Akzente wurden mit dem Projekt „100 Bänke für Eislingen“ gesetzt. Die Aktion zielt darauf ab unter Einbeziehung der Bevölkerung die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu verbessern. Des Weiteren wurde im Feld des Stadtmarketing ein Fischsaurier grafisch als Maskottchen der Stadt gestaltet. Entwickelt wurde es von der Eislinger Architektin und Grafikerin Mona Bayr. Verwendung findet das Maskottchen in verschiedenen Bereichen, sei es als aufblasbares Badetier, als Badetuch oder als Flaschenöffner.


Stadtmaskottchen Fischsaurier in seiner Funktion als Flaschenöffner und Schlüßelanhänger

Vor kurzem erhielt Mona Bayr einen Ruf als Professorin an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz für Baukonstruktion und Entwerfen.
 

Das Stadtmaskottchen als Badetier

Ergänzt wird dieser Beitrag durch Führungen auf dem identitätsstiftenden Eislinger Geschichtspfad, bei denen sich Stadtrat Peter Ritz in besonderer Weise engagierte.

Stele des Geschichtspfads auf dem Schlossplatz
 
Hiermit beende ich meinen Jahresrückblick, wünsche allen Leserinnen und Lesern besinnliche Feiertage und alles Gute fürs neue Jahr 2017


Martin Mundorff
Stadtarchivar


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