Social Media-Nutzungskonzept

Die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Eislingen findet auch auf Instagram und Facebook statt. Mit dem vorliegenden Nutzungskonzept übernimmt die Stadtverwaltung als öffentliche Stelle ihre Verantwortung und Vorbildfunktion zur Nutzung Sozialer Medien.

1 UNSERE SOCIAL MEDIA ANGEBOTE


INSTAGRAM FACEBOOK

2 ZWECK

Für einige Zielgruppen waren die klassischen Kommunikationskanäle (Print und Website) nicht mehr ausreichend. Gerade im Hinblick auf jüngere Zielgruppen haben wir festgestellt, dass wir viele Menschen direkter und schneller über Social Media erreichen können, zumal Interessierte die aufgeführten Profile auch abonnieren können. Ergänzend können sich Bürgerinnen und Bürger niederschwellig und unkompliziert mit Fragen, Anregungen oder auch mit Kritik an die entsprechenden Stellen der Stadt Eislingen wenden. Somit werden durch die Nutzung verschiedenster Social Media Kanäle die bestehenden Kommunikationskanäle sinnvoll ergänzt und es entsteht ein Medienmix für die unterschiedlichen Nutzergruppen. Das Angebot lässt eine weitreichende und zielgruppengenaue Verbreitung der Themen, Fotos und Stories zu und ermöglicht zudem eine unmittelbare Reaktion auf das jeweilige Geschehen.

2.1 ZWECK Instagram und Facebook Jugendhaus Nonstop
Im normalen Jugendhaus-Betrieb dient Instagram vor allem dazu, um mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben (Chatfunktion) und um Aktionen und Projekte zu bewerben. Ergänzend kann das Leitungsteam zu kurzfristigen Aktionen oder zu Änderungen im laufenden Betrieb informieren, da aktuell nahezu alle Jugendlichen auf Instagram aktiv sind. Das Nonstop-Profil hat über 130 Abonnenten, umfasst also nahezu die Reichweite der gesamten Besucherschaft. Da einige Besucher des Nonstop ausschließlich auf Facebook aktiv sind, ist es für das Jugendhaus sinnvoll, beide Seiten zu koppeln. So werden alle Neuigkeiten des Jugendhauses, die auf Instagram gepostet werden, automatisch auch auf Facebook hochgeladen. Um mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, wird bei Facebook die Chatfunktion genutzt.

2.2 ZWECK Instagram Kinder- und Jugendbüro
Das Kinder- und Jugendbüro wird zeitnah zum Zweck einer umfassenden Jugendbeteiligung die Online-Plattform „Instagram“ bedienen. Sie soll für Umfragen, Informationen und Ankündigungen eingesetzt werden. Durch den regen Gebrauch von Instagram durch Jugendliche erhöht sich die Chance, deutlich mehr junge Menschen zu erreichen, als mit dem bisherigen Medienmix. Zudem ist Instagram für das Kinder- und Jugendbüro eine ergänzende Jugendbeteiligungsmethode im Rahmen des Modellprojekts Digital Youth Work.

2.3 ZWECK Facebook Städtische Musikschule
Die Städtische Musikschule informiert auf ihrer Facebook-Seite über Angebote und Projekte. Ebenso sollen durch Mithilfe von Content-Marketings (Veröffentlichung von interessanten Inhalten wie Fotos, Berichten usw. neue Schüler/-innen, Besucher/-innen und Unterstützer gewonnen werden. Entsprechende Zielgruppen können so aktuell und regelmäßig erreicht werden. Durch die Medienpräsenz auf Facebook wird die Städtische Musikschule im alltäglichen Leben außerhalb des Unterrichts vermehrt wahrgenommen und das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Kultur und Bildung gestärkt.

2.4 ZWECK Facebook Feuerwehr Eislingen
Die Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr Eislingen trägt in erheblichem Umfang zur schnellen Information, zur Transparenz und zur direkten persönlichen Kommunikation mit der Einwohnerschaft und den Organisationen auf Kreis- und Landesebene bei. Ergänzend wird gewährleistet, dass Informationen über das Tätigkeitsfeld der Feuerwehr vor allem auch von jüngeren Zielgruppen wahrgenommen wird, da sich diese mittlerweile fast nur noch über Onlineangebote informieren. Ergänzend ist Facebook für die Feuerwehr ein erfolgreiches und leistungsfähiges Instrument, um die Einrichtung in ihrer Nachwuchsarbeit zu unterstützen.

3 ART und UMFANG

3.1 ART und UMFANG Instagram und Facebook Jugendhaus Nonstop
  • ART - Je nach Thema und Bedarf werden über den Account Stories, Bilder und Videos hochgeladen.
  • UMFANG - Im Durchschnitt werden zwei Posts wöchentlich gesetzt (Story, Bilder, Videos). Diese werden dann automatisch auch auf Facebook veröffentlicht.
3.2 ART und UMPFANG Instagram Kinder- und Jugendbüro (KJB)
  • ART - Auf dem Instagram-Profil des Kinder- und Jugendbüros werden Plakate im Webformat, Umfragen, Informationen und Fotos von Veranstaltungen und Aktionen (vorwiegend im jpg-Format) gepostet. Auf Videos wird in der Anfangsphase verzichtet, ebenso auf die Kommentarfunktion.
  • UMFANG  - Das KJB startet mit Instagram zeitnah nach Erstellung dieses Nutzungskonzepts. Vorerst soll wöchentlich ein Post online gehen. Mit der nächsten Evaluierung des Nutzungskonzepts kann der Umfang aus bestehenden Erfahrungswerten detaillierter beschrieben werden. Über die Kommentarfunktion werden keine Beratungen angeboten bzw. durchgeführt.
3.3 ART und UMFANG Facebook Städtische Musikschule
  • ART - Die Städtische Musikschule nutzt ihre Facebook-Seite um folgende Inhalte zu veröffentlichen:
    Ankündigung von Konzerten (Flyer/Plakat) und von Instrumenten-Informationstagen, Berichte über Konzerte, Projekte und Kooperationen als Link zu Online-Artikeln, Zeitungsartikel und –berichte, Fotos von vergangenen Projekten und Veranstaltungen (sofern eine schriftliche Genehmigung der abgebildeten Personen vorliegt), Teilen von Pressemeldungen und Berichten über die Städtische Musikschule als Link zur städtischen Website, Teilen von Berichten der Schüler und Lehrkräfte, Videos und Tonaufnahmen von musikalischen Einlagen der Schüler und Lehrkräfte (mit schriftlicher Zustimmung und Freigabe) die speziell für Soziale Medien erstellt wurden (zum Beispiel Youtube-Videolinks), Ankündigung wichtiger Informationen (zum Beispiel Änderung der Gebührensatzung).
  • UMFANG  - Die Facebook-Seite der Städtischen Musikschule Eislingen informiert ihre Abonnenten ca. ein- bis zweimal pro Monat über aktuelle Veranstaltungen, Projekte und aktuelle Berichte zum Thema Musik und zum Schulbetrieb.
3.4 ART und UMFANG Facebook Freiwillige Feuerwehr
  • ART - Die Freiwillige Feuerwehr nutzt ihre Facebook-Seite um folgende Inhalte zu veröffentlichen:
    Anonymisierte Kurzberichte und anonymisierte Bilder von Einsätzen unter Beachtung und Schutz sämtlicher erforderlicher Persönlichkeitsrechte (zum Beispiel kein Posten von Hausnummern, keine Detailbeschreibungen von Einsatzorten oder Tätigkeiten, die direkt mit Personen verbunden sind, Verpixelung von Privatpersonen oder Kennzeichen und Schriftzüge auf Fotos), Teilen und Reposten von feuerwehrrelevanten Posts oder Berichten (zum Beispiel Deutscher Feuerwehrverband, andere Feuerwehren) die einen wichtigen Informationsgehalt für die Bevölkerung haben (zum Beispiel Brandschutztipps), Berichte über Ausbildung und Übungen der Feuerwehr, Mitteilung von Veranstaltungsterminen, Berichte über wichtige Themen zur Information für die Bevölkerung (zum Beispiel Nutzung von Rauchmelder, Tipps zur Brandvorbeugung in der Grillzeit oder zur Weihnachtszeit).
  • UMFANG - Das Facebook-Profil der Freiwilligen Feuerwehr Eislingen informiert die Nutzer/-innen zwischen zwei und fünf Posts in der Woche. Die Anzahl ist abhängig von der Anzahl der Einsätze.

4 GRÜNDE für die ENTSCHEIDUNG

4.1 GRÜNDE für den Instagram- und Facebook-Auftritt des Jugendhauses Nonstop
  • Da die Jugendlichen sehr aktiv auf Instagram sind, muss die Einrichtung ihre junge Zielgruppe in ihrer Lebenswelt abholen und begleiten. Dazu ist es als Jugendhaus unabdingbar, mit einem Instagram- und Facebook-Account präsent zu sein. Durch die digitale Präsenz konnte die Informationsreichweite  - auch aktueller Themen und Aktionen  - enorm gesteigert werden. Es konnten dadurch auch Jugendliche erreicht werden, zu denen bisher wenig bis gar kein Kontakt außerhalb der Öffnungszeiten zustande kam. Ergänzend ermöglicht Instagram und Facebook einen Kontakt zu den Jugendlichen außerhalb der Öffnungszeiten.
4.2 GRÜNDE für den Instagram-Auftritt des Kinder- und Jugendbüros
  • Durch einen Verzicht auf dieses Social-Media-Angebot würde ein Großteil der Zielgruppe nicht erreicht. Das Kinder- und Jugendbüro möchte mit seinen Projekten, Aktionen, Veranstaltungen und ganz besonders mit der Jugendbeteiligung nach §41a der Gemeindeordnung Baden-Württemberg eine möglichst große Zahl von Kindern und Jugendlichen und eine damit verbundene Vielschichtigkeit an Sozialräumen, Habitaten, Kulturen usw. erreichen. Bisherige Formen der Jugendbeteiligung erwiesen sich als nicht umfassend genug. Die Jugendbeteiligung mit Instagram stellt eine ergänzende und nicht alleinige Methode dar. Den Trend der digitalen Kommunikation unter Kindern und Jugendlichen muss und will das Kinder- und Jugendbüro mitgehen, um auch zukünftig eine attraktive und sinnvolle Kinder- und Jugendarbeit leisten zu können.
4.3 GRÜNDE für die Facebook-Seite der Städtischen Musikschule
  • Die Facebook-Seite der Städtischen Musikschule informiert über alle wichtigen und aktuellen Themen zur Musikschule, über das schulische Angebot, sowie zu Projekten und Förderungen für Schüler und Lehrkräfte. Durch die Kommunikation auf dieser Social Media-Seite erhöht sich die Reichweite der Empfänger, da Abonnenten und interessierte Musikfreunde Posts teilen und so einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. Dies ermöglicht ebenso, Menschen zu erreichen, die sich nicht gezielt auf der Menüseite der Städtischen Musikschule auf www.eislingen.de (LINK) informieren. Die Nutzung der Facebook Seite ermöglicht zudem eine Plattform für Anregungen, Kritik und Lob über die Angebote der Städtischen Musikschule. Antworten können unkompliziert und schnell für alle Besucher der Seite eingestellt werden.
4.4 GRÜNDE für die Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr
  • Als städtische Einrichtung möchte die Feuerwehr die Bevölkerung in und außerhalb Eislingens über ihre sicherheitsrelevanten Tätigkeiten zum Schutz und zum Allgemeinwohl der Bevölkerung informieren. Ein Verzicht würde bedeuten, einen Großteil dieser Zielgruppe nicht mehr zu erreichen. Diese könnte dann fast ausschließlich nur noch über die Website und über die Printmedien erfolgen. Mit dem Facebook-Auftritt kommt die Feuerwehr auch einem Wunsch und einer Bitte aus der Bevölkerung nach, denn viele Bürgerinnen und Bürger beziehen ihre Informationen hauptsächlich über Social Media. Des Weiteren wirkt sich die Präsenz auf Facebook positiv auf die Gewinnung von Interessierten für die Einsatzabteilung und für die Gewinnung von Nachwuchs (Jugendfeuerwehr) aus. Der Social Media- Account bei Facebook hat bereits einen erfolgreichen Anteil an der Nachwuchsgewinnung.

5 FESTLEGUNG der VERANTWORTLICHKEITEN

Die Verantwortung für die einzelnen Social Media Kanäle liegt in den jeweiligen Fachbereichen.

5.1 Instagram und Jugendhaus Nonstop
Jugendhaus Nonstop
Herr Peter Rost
Bahnhofstraße 10
73054 Eislingen/Fils
E-Mail p.rost@juha-nonstop.de
Telefon 07161  819-141

5.2 Instagram Kinder- und Jugendbüro
Kinder- und Jugendbüro
Herr Tobias Friedel
Bahnhofstr. 15
73054 Eislingen/Fils
E-Mail t.friedel@eislingen.de
Telefon 07161 804-280

5.3 Facebook Städt. Musikschule
Städtische Musikschule Eislingen
Herr Daniel Rehfeldt
Bahnhofstraße 15
73054 Eislingen/Fils
E-Mail d.rehfeldt@eislingen.de
Telefon 07161  804-120

5.4 Facebook Freiwillige Feuerwehr
Feuerwehrkommandant Herr Jürgen Reick
Stuttgarter Straße 39
73054 Eislingen/Fils
E-Mail fw-kommandant@eislingen.de
Telefon 07161 98474-12
Internetbeauftragter Herr Christian Boorse

Die städt. Mitarbeiter/-innen sind für die Profilinhalte verantwortlich und treffen die erforderlichen Maßnahmen zur effektiven Wahrung von Rechten Dritter (insbesondere Persönlichkeitsrechte, Vermögens-und Urheberrechte). Beleidigende, diskriminierende oder andere rechtswidrige Inhalte sind untersagt. Der/die städt. Mitarbeiter/-innen tragen Sorge, dass rechtswidrige Äußerungen Dritter auf dienstlich eingerichteten Social Media-Profilen umgehend gelöscht werden.

5.5. Ansprechpartner/-in für den Datenschutz
Stadtverwaltung Eislingen
Datenschutzbeauftragte
Frau Hofmann
E-Mail datenschutz@eislingen.de
Telefon 07161/804-170

6 VORTEILE und NACHTEILE der NUTZUNG Sozialer Medien für die Stadt Eislingen


6.1 Vorteile
  • Erreichung von neuen Zielgruppen
  • Dort kommunizieren, wo Bürger sich bewegen
  • Bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen
  • Steigerung des Bekanntheitsgrades
  • Schnelles und wertvolles Kommunikationsinstrument mit hoher Reichweite in Krisensituationen
  • Imagefördernd (moderner Dienstleister)
  • Bürgerbeteiligung (Austausch und Kontaktpflege mit Bürgern zu bestimmten Themen)
  • Transparente Verwaltung, die zeitnah zu bestimmten Themen kommuniziert
6.2 Nachteile
  • Internetbetrug
  • Identitätsdiebstahl
  • Ausspionieren der Privatsphäre
  • Anprangern, Hate-Speeches
  • Belästigung durch Spams oder Werbung
  • personenbezogene Nutzerdaten werden aufgezeichnet und verarbeitet (Profiling)

7 ALTERNATIVE INFORMATIONS- UND KONTAKTMÖGLICHKEITEN

Wir weisen die Nutzer/-innen der einzelnen Angebote darauf hin, dass die Nutzung sämtlicher Social Media Plattformen lediglich zusätzliche Optionen darstellen. Man muss sich nicht zwingend bei Instagram oder Facebook anmelden, um sich über die genannten Einrichtungen zu informieren. Alternativ können Sie aktuelle Pressemitteilungen und Informationen auf folgenden Webseiten abrufen:
Öffentliche Bekanntmachungen werden in der EISLINGER ZEITUNG veröffentlicht. Das Amtsblatt wird von Nussbaum Medien verlegt, ist kostenpflichtig und kann dort abonniert werden. Alternativ liegt wöchentlich eine kostenfreie aktuelle Ausgabe in der Stadtbücherei Eislingen zur Ansicht aus. Bei allen Anfragen können sich Bürger/-innen und Interessierte grundsätzlich auch telefonisch oder per E-Mail direkt an den/die Mitarbeiter/in wenden, um Kontakt aufzunehmen. Kontaktadressen stehen auf der städtischen Website unter www.eislingen.de/Mitarbeiter (LINK)  zur Verfügung.

8 ABSCHÄTZUNG DER FOLGEN DER VERARBEITUNGSVORGÄNGE

8.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
Aufgrund der Vorgaben der seit Mai 2018 geltenden DSGVO ist für die Angebote der Stadt Eislingen gemäß Art. 35 Abs. 1 DSGVO eine Datenschutzfolgenabschätzung durchzuführen, wenn eine Form der Verarbeitung, insbesondere bei Verwendung neuer Technologien aufgrund Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat. Der Landesdatenschutzbeauftragte für Datenschutz und Informationssicherheit Baden-Württemberg (LfDI) geht insofern davon aus, dass öffentliche Stellen eine Mitverantwortung tragen, wenn Sie die Sozialen Medien zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Bereitstellung allgemeiner Informationen nutzen. Mitverantwortung bedeutet dabei nicht, dass die jeweilige öffentliche Stelle die Datenschutzkonformität der jeweiligen Social Media Plattform bestätigt oder garantiert. Mitverantwortung bedeutet vielmehr, dass die Stadt Eislingen sich und anderen die Risiken Sozialer Netzwerke bewusst macht. Die Angebote der Stadt Eislingen in den Sozialen Medien lösen das in Art. 35 DSGVO beschriebene Risiko aufgrund des nur sehr geringen Umfangs einer eigenen Datenverarbeitung selbst nicht aus.

8.2 Begründung
In den Beiträgen der einzelnen städtischen Social Media-Angebote wird in den meisten Fällen kein Bezug zu personenbezogenen Daten hergestellt, sondern es werden eigene, sachbezogene Inhalte veröffentlicht. Diese sind ausschließlich allgemeiner, generell informativer Natur. Es werden keine Inhalte mit Personenbezug online gestellt, die vorab von diesen Personen nicht selbst und freiwillig gegeben wurden. Der jeweilige Nutzer kann sich außerdem durch verschiedene Einstellungen bis zu einem gewissen Grad selbst schützen. Zum Beispiel durch regelmäßiges Löschen seines Browserverlaufs, das Deaktivieren von Cookies, durch die fehlende Standortfreigabe bei der Verwendung von Fotos oder über entsprechende Datenschutzeinstellungen (zum Beispiel lässt sich bei Facebook angeben, dass man keine personalisierte Werbung angezeigt bekommen möchte). Weiterhin besteht bei keinem der genutzten Social Media Kanäle die Pflicht, seinen Klarnamen zu führen. Die kontinuierliche redaktionelle Betreuung ermöglicht zu jeder Zeit ein schnelles Eingreifen der städtischen Verantwortlichen, wenn persönlichkeitsverletzende Kommentare gepostet werden. Diese werden umgehend gelöscht.

8.3 Welches Risiko folgt daraus?
Die Inhalte auf den städtischen Social Media Angeboten werden mit ihrer Veröffentlichung einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und erreichen somit unter Umständen eine größere Aufmerksamkeit, als ohne diese Interaktion. Zusätzlich werden Querverbindungen innerhalb der Sozialen Medien geschaffen, weil die städtischen Angebote mit anderen Accounts vernetzt sind. Dadurch wird der Verbreitungskreis erweitert ohne dass der Nutzer darüber vollständig informiert wird. Die Offenheit für Besucherbeiträge kann zu nachteiligen gesellschaftlichen Folgen führen, wenn ehr- oder persönlichkeitsverletzende, anstößige und rassistische Kommentare gepostet werden. Auch die heimliche Profilbildung wird, wie eingangs bereits beschrieben, begünstigt. Das heißt, dass aus dem Nutzungsverhalten der User Daten ausgewertet und Nutzungsprofile erstellt werden können. Diese werden für Werbezwecke und zur Markterforschung verwendet. Dazu wird zum Beispiel für den Nutzer auch Werbung innerhalb und außerhalb der Plattform geschaltet, die genau seinen Interessen entsprechen. Schließlich werden auch beim passiven Mitlesen der Seite durch die Nutzer Logdaten durch den jeweiligen Plattformanbieter erhoben. Die Stadt Eislingen hat keinen Einfluss auf die Datenerhebung und deren weitere Verwendung. Ausschließlich die Anbieter der Social Media Plattformen haben Zugriff auf die Daten der Nutzer und können Ihnen entsprechende Auskünfte dazu erteilen.

Weitere Informationen:
8.4 Wie wird das Risiko bewertet?
Bürgerinnen und Bürger nutzen die aufgeführten Social Media Kanäle in eigener Verantwortung. Die Stadt Eislingen und ihre Einrichtungen haben keinen Einfluss auf die Art und den Umfang der durch den Anbieter verarbeiteten Daten, die Art der Verarbeitung und Nutzung oder die Weitergabe dieser Daten an Dritte, insbesondere in Länder außerhalb der Europäischen Union. Die Angebote der Stadt Eislingen sind angesichts der beschriebenen Ausführungen vertretbar. Insgesamt ist das verursachte zusätzliche Risiko, das die Stadt mit der Bereitstellung von Informationen auf Facebook und Instagram als gering bis mittel einzustufen. Wir weisen jedoch auf eine grundsätzlich mögliche hohe datenschutzrechtliche Beeinträchtigung durch die Nutzung von Instagram und Facebook hin. Jedoch verpflichtet sich die Stadt Eislingen, die weitere Entwicklung zu beobachten und die vorgenommenen Prüfungen weiterzuentwickeln. Eine Stellungnahme der behördlichen Datenschutzbeauftragten der Stadt Eislingen liegt vor.

9 NÄCHSTE EVALUIERUNG

JANUAR 2021

Stand: Juli 2020