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Trotz der winterlichen Temperaturen nimmt die Müllmenge in Grünanlagen, an Wegrändern und Böschungen weiter zu. Durch die Corona-Maßnahmen ist das Aufkommen an Essensverpackungen deutlich gestiegen. An vielen Stellen werden sie zum Problem.

Müll an einem Flussufer

Wild entsorgte Essensverpackungen landen leider oft in Bächen und Flüssen.

Abfallberge aus To-Go-Verpackungsmüll

„Meine Leute bringen Material rein, das ist unglaublich!“, beschreibt Reiner Högerle, Leiter des städtischen Betriebshofs in Eislingen, die Abfallberge, die sich seit einigen Monaten nach der täglichen Tour der Reinigungsteams im Container auftürmen. Für das Verhalten der Müllsünder können die Mitarbeiter dort schon lange kein Verständnis mehr aufbringen. Im Verdacht stehen besonders die Kunden großer Fastfood-Ketten, an deren Autoschalter sich derzeit allabendlich Staus bilden: „Die parken in der Nähe und essen im Auto, dann geht die Tür kurz auf und – Zack! Am nächsten Morgen finden wir dann die Tüten in der Böschung“, so Reiner Högerle.

To-Go-Verpackungsmüll bitte zu Hause entsorgen

Dass der Müll nicht nur ein unschönes Ärgernis ist, sondern echte Probleme verursacht ist bekannt: Wird eine vom Winde verwehte Verpackung nicht entdeckt, so zersetzt sie sich durch Umwelteinflüsse zu Mikroplastik, dass über Bäche und Flüsse schließlich ins Meer gelangt. Auch die Tatsache, dass Unrat nicht selten Ungeziefer anzieht, ist nicht wirklich neu. Krähen und Waschbären sind die neuen Könige der Müllberge, die sich dank reichlich Futter gerne niederlassen, vermehren und die Nachbarn in den Wahnsinn treiben. Schuld an der Misere sind nicht alleine die Corona-Maßnahmen. Wer sich am Sonntag einen Zwiebelrostbraten To-Go vom Lieblingsrestaurant gönnt, möchte diesen meist auch stilecht am eigenen Tisch mit Messer und Gabel verspeisen. Die Verpackung findet so ihren Weg in den gelben Sack. Deutlich problematischer sind Snacks für unterwegs und schnelle Happen für die Mittagspause und den Heimweg. Hier siegt oft die Bequemlichkeit mit den hinlänglich bekannten Folgen.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Dabei ist die Lösung denkbar einfach: Wer seine Essenverpackungen zuhause im eigenen Mülleimer entsorgt oder zumindest bis zum nächsten Papierkorb mitnimmt, zeigt Verantwortung und leistet einen Beitrag bei der Lösung komplexer Umweltprobleme. Was also bleibt, ist ein großes „Dankeschön!“ an alle, für die das bereits selbstverständlich ist und die mit gutem Beispiel voran gehen.
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PSE (Pressestelle Stadt Eislingen/Fils)