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Franziska Schindler erhält Französischpreis


Die intensive Pflege der deutsch-französischen Städtepartnerschaft wird in Eislingen groß geschrieben. Das macht sich auch am Ende eines Schuljahres bemerkbar, wenn der „Preis für besondere Leistungen im Fach Französisch“ verliehen wird. Verständigung, Austausch und die französische Sprache  - dafür steht die Auszeichnung. Entscheidend aber sind die partnerschaftlichen Kontakte nach Oyonnax. Dieses Jahr hat Franziska Schindler vom EKG mit außergewöhnlichen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Preisträgerin Franziska Schindler und Oberbürgermeister Klaus Heiniger bei der Verleihung des Französischpreis der Stadt Eislingen
Franziska Schindler bekam von Oberbürgermeister Klaus Heininger den Preis überreicht.

Parlez vous français?

Dass die 18-jährige Schülerin französisch hervorragend „parliert“ hat sie zum Abitur unter Beweis gestellt. Mit 15 Punkten erreichte Franziska Schindler in der Kommunikationsprüfung die Höchstpunktzahl. Das schriftliche Ergebnis mit 14 Punkten steht dem kaum nach. Somit glänzt jetzt eine glatte Eins im Zeugnis. „Ein toller Anlass, der bei uns allen heute viel Freude auslöst“, so Oberbürgermeister Klaus Heininger beim offiziellen Ehrungstermin im Rathaus. In seiner Laudatio bezeichnete er die Schülerin als Musterbeispiel dafür, wie man die Kriterien für den Französischpreis vorbildlich ausgestalten und leben kann. Verbunden mit der Ehrung im Großen Sitzungssaal überreichte er Franziska Schindler eine Urkunde mit einer weißen Rose, einen Buchgutschein in Höhe von 70 Euro von „Blatt & Buch“ und Kinogutscheine.

Partnerstadt Oyonnax ist Impulsgeber

Der Preis soll ein Anstoß für Eislinger Schülerinnen und Schüler sein, um sich mit dem Nachbarland Frankreich und seiner Sprache intensiver zu beschäftigen. Vor allem aber sollte ein Anreiz geschaffen werden, um Kontakte in die Partnerstadt Oyonnax zu knüpfen. „Franziska ist das eindrucksvoll und in besonderer Weise gelungen  -  so wie man sich das im Idealfall wünscht“, unterstrich OB Heininger. Bereits als 13-jährige hat sie erstmals am Schüleraustausch teilgenommen und mit ihrer französischen Austauschpartnerin Mathilde auf Anhieb das große Los gezogen. Nach wie vor stehen beide in engem Kontakt. Gefestigt hat sich die Freundschaft vor allem auch durch gegenseitige Ferienaufenthalte und Besuche, die mit dem Flix-Bus bewältigt wurden. „Die Familie hat mich gleich beim ersten Mal sehr herzlich aufgenommen“, erzählt die junge Preisträgerin, die bei ihren Aufenthalten viel über die französische Kultur und Lebensart erfahren hat. Gerade der Schüleraustausch trage in jungen Jahren dazu bei, „dass durch die Besuche und Gegenbesuche länderübergreifend Freundschaften für’s Leben geschlossen werden und die deutsch – französischen Beziehungen auf unterschiedlichen Ebenen gefestigt und aufrecht erhalten werden“, machte OB Heininger deutlich.


Preisträgerin Franziska Schindler, Oberbürgermeister Klaus Heininger und weitere Gäste bei der Verleihung des Französischpreis der Stadt Eislingen
Zu den ersten Gratulanten zählten (von links nach rechts): Stephan Arnold (Schulleiter), Stefanie Doosry (Französischlehrerin), Karla Seng (Schulfreundin), Ellie Hopp (Schulfreundin), OB Klaus Heininger, Rainer und Birgit Schindler (Eltern) und Ilse Schindler (Großmama)


Dank an Französischlehrerin Stefanie Doosry

Die Preisverleihung begleitete der Schulleiter am EKG, Stephan Arnold und Franziskas Französischlehrerin, Stefanie Doosry. Beide Eltern, die Großmama und natürlich die besten zwei Freundinnen waren als besondere Gäste geladen. Wenn auch keinen Preis, so erhielt Stefanie Doosry bei dieser Gelegenheit noch ein dickes Lob von ihrer Schülerin. Sie hat Franziska die letzten beiden Jahre unterrichtet und intensiv auf die Abiturprüfungen vorbereitet. „Mit Ihrer motivierenden Art ist es ihr auf jeden Fall gelungen, uns mit ihrer Begeisterung für Frankreich anzustecken und uns anzuspornen“, bekräftigte die Preisträgerin und honorierte damit den engagierten Unterricht ihrer Französischlehrerin.

Nächste Station: Ökologischer Freiwilligendienst in Frankreich

Dass der Erfolg bereits erste Früchte trägt, erkennt man unschwer an Franziskas Plänen. Mit dem Abitur in der Tasche geht es für sie im September für 1 Jahr nach Frankreich. Bei einem DFÖJ (Deutsch-Französischen Ökologischen Jahr) wird sie auf einem Bio-Bauernhof bei allen anfallenden Arbeiten mithelfen und weiter an ihren Sprachkenntnissen feilen. „Im Anschluss könnte ich mir auch ein Studium in Frankreich gut vorstellen“, erläutert sie auf Nachfrage. Mit festem Blick auf die Naturwissenschaften hätte es ihr Montpellier mit seiner historischen Altstadt angetan. Das nötige Rüstzeug für ihre Zukunftspläne bringt sie dafür auf jeden Fall mit.
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PSE (Pressestelle Stadt Eislingen/Fils)