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Das Café Asyl ändert sein Gesicht


Ein Erfolgsprojekt des Eislinger Bündnis für Flüchtlingshilfe verändert sein Gesicht. Die Flüchtlinge sind in Eislingen angekommen, erste Hilfen und Kontakte für Neuankömmlinge werden kaum noch benötigt. Das Café Asyl als Anlaufstelle kann den Stab deshalb beruhigt weitergeben und in ein neues Konzept überführen. Im Herbst ist dazu ein neues Angebot, nicht nur für Flüchtlinge, geplant.

Gespräche zwischen Geflüchteten beim Café Asyl

Das Erfolgsmodell der letzten Jahre weicht einem neuen Konzept, das voraussichtlich im Herbst an den Start gehen wird.


Erste Anlaufstelle und Fixpunkt im Leben der Geflüchteten

Seit August 2015 betreiben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, unterstützt durch die Stadt Eislingen, das Café Asyl. Im Lauf der Zeit haben viele der in Eislingen lebenden Flüchtlinge das Café Asyl als erste Anlaufstelle nach der Ankunft schätzen gelernt, erste Kontakte zu Eislingern geknüpft und Unterstützung durch die zahlreichen Asylpaten erhalten. Zwischenzeitlich sind die meisten Flüchtlinge in Eislingen angekommen, haben eigene Wohnungen, gehen in die Schule, machen eine Ausbildung oder Arbeiten. Feste Tagesabläufe verhindern, spontan im Café Asyl vorbeizuschauen. In den Jahren 2015 und 2016, als regelmäßig eine große Zahl von Neuankömmlingen in die Unterkünfte in Eislingen einzog, besuchten oft mehr als 100 Flüchtlinge und viele ehrenamtliche Helfer das Café Asyl. Auch viele Familien mit Kindern waren unter den Gästen, um erste Kontakte zu den ehrenamtlichen Asylpaten zu knüpfen. Für die zahlreichen Kinder gab es Spiel- und Bastelangebote. Weihnachtsfeiern wurden organisiert, an Ostern schaute der Osterhase vorbei. Das Café Asyl wurde zu einem Fixpunkt im Leben der Flüchtlinge.

Flüchtlingspaten und Integrationsmanager unterstützen weiterhin

Die stark engagierten Eislinger Flüchtlingspaten versorgten das Café Asyl mit gespendeten Kuchen, auch die Kolpingsfamilie und Privatleute unterstützten das reichhaltige Kuchenbuffet. In den letzten Monaten nahm die Besucherfrequenz jedoch stetig ab. In Gesprächen mit Flüchtlingen wurde deutlich, dass viele einfach keine Zeit und auch keinen Bedarf mehr haben, um – wie früher - regelmäßig das Café Asyl zu besuchen. Aufbauend auf die Arbeit der ehrenamtlichen Asylpatinnen und Asylpaten, stehen nach wie vor auch die beiden Integrationsmanager Renate Völlinger und Veit Hagl in direktem Kontakt mit den meisten Flüchtlingen, machen Hausbesuche und unterstützen in allen Alltagsfragen und bei Behördengängen.

Herzliche Einladung an alle  Wegbegleiter und Unterstützer

Das ehrenamtliche Team des Café Asyl erinnert sich gerne an die schöne Zeit im Café Asyl, die vielen Menschen, die sie kennenlernen durften und die vielen Freundschaften, die entstanden sind. Zum letzten Café Asyl, das am Dienstag, 18. Februar von 15:00 bis 17:00 Uhr stattfindet, lädt das Betreuerteam alle ein, die sie in den letzten Jahren begleitet und unterstützt haben. „Ich freue mich sehr, dass ich das Glück hatte, die ganzen Jahre mit dem tollen Team zusammen arbeiten zu dürfen“, so der Integrationsbeauftragte der Stadt Eislingen, Bernd Letzel. Auch für mich geht eine Ära zu Ende, an die ich gerne zurückdenken werde“, bilanziert er.

Ein neues Konzept geht im Herbst an den Start

Allerdings bedeutet das letzte Café Asyl nicht, dass es künftig keinen Treffpunkt für Flüchtlinge, Migranten und Eislinger Bürgerinnen und Bürger geben wird. „Nach den Sommerferien wollen wir die Türen zu einem neuen Internationalen Treff öffnen. Wir sind dazu bereits in die Planung eingestiegen“, kündigt er an.

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PSE (Pressestelle Stadt Eislingen/Fils)