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„Das Wertvollste, was ein Mensch geben kann“


Trotz aller medizinischer Fortschritte, kann Blut immer noch nicht künstlich ersetzt werden. Viele Menschen verdanken deshalb ihr Leben fremden Menschen, die sie nie zuvor getroffen haben. Zu diesen Lebensrettern zählten 19 Eislingerinnen und Eislinger, die für ihre 10-, 25-, 50-f und 75-fache Blutspenden vor kurzem im Rathaus geehrt wurden. 


19 Eislingerinnen und Eislinger erreichten durch ihre regelmäßigen Spenden dieses Jahr eine Ehrungsstufe für 10-, 25-, 50- oder 75-maliges Blutspenden.

Menschen, die Blut spenden, tun etwas unglaublich Wertvolles: Leben retten. Das ist nicht selbstverständlich, denn sie helfen damit Menschen auf freiwilliger und auf unentgeltlicher Basis. Als Zeichen der Wertschätzung lud deshalb OB Klaus Heininger 19 Blutspender zu einem Ehrungsabend in den Großen Sitzungssaal ein.

Die Blutspender nahmen an den Tischen der Stadträte Platz
Viele Blutspender nutzen am Ehrungsabend erstmals die Gelegenheit, um den Großen Sitzungssaal genauer in Augenschein zu nehmen. 


Trotz medizinischen Fortschritt ist Spenderblut immer noch ohne Alternative

„Es bedarf schon einer großen Portion Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit, sich regelmäßig an den Blutspendeaktionen zu beteiligen. Denn damit erbringen Sie in unserer hektischen Leistungsgesellschaft in beeindruckender Weise einen überaus wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft, ohne eine Gegenleistung zu fordern“, begründete er die Anerkennung in diesem Rahmen. Das Besondere daran sei, so das Stadtoberhaupt, dass die Blutspende etwas Unersetzliches, etwas das nicht künstlich herstellbar ist. Blutspender seien damit das wichtigste Glied in der Kette zur Blutversorgung.


Das Engagement jedes Einzelnen ist wertvoll und wichtig

Aus jeder Vollblutspende entstehen drei Blutpräparate, die bis zu drei Leben retten kann. „Wie wichtig Ihre Blutspenden sind, wird uns erst bewusst, wenn wir selbst oder jemand im nächsten Bekanntenkreis auf eine derartige Blutspende angewiesen ist“, machte er deutlich. Somit sei Spenderblut das Wertvollste überhaupt, was ein Mensch geben könne. Er dankte allen Mehrfachspendern für ihr Engagement, das nicht mit Geld aufgewogen werden kann und das einen ungemein wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leiste.
 
Zusammen mit dem Vorsitzenden der DRK-Ortsgruppe, Thomas Ruckh übergab er jedem Blutspender im Namen des Deutschen Roten Kreuzes neben Ehrennadel und Urkunde noch ein kleines persönliches Dankeschön. Das städtische Präsent gab es in individueller Zusammenstellung entsprechend der Ehrungsstufe. In Anlehnung an den gespendeten Lebenssaft durften sich die Spender über rotfruchtigen alkoholfreien Prisecco aus heimischen Streuobstbau freuen. Ein Regenschirm in den Farben des städtischen Wappens oder ein Multi-Taschenmesser gab es ab 50 Blutspenden als kleine Anerkennung noch obenauf.

Ehrenamtliche Helfer für Blutspendeaktionen gesucht

Stellvertretend für die DRK-Ortsgruppe bedankte sich der 1. Vorsitzende Thomas Ruckh bei den Ehrengästen für ihre Spendenbereitschaft, mit der sie derzeit zu den nur knapp 3% der Bevölkerung gehören würden, die damit mithelfen, anderen Menschen ein Weiterleben möglich zu machen. Wenn man bedenke, dass etwa 6% der Bevölkerung als Dauerspender benötigt werden, wisse man, welche wichtige Rolle regelmäßige Blutspenden einnähmen, begründete er den gesellschaftlichen Stellenwert. Bei dieser Gelegenheit warb er auch um ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bei den Blutspendeaktionen hauptsächlich zur Registrierung, Verpflegung und Betreuung der Blutspender eingesetzt und dringend benötigt werden. „Wenn Sie jemanden kennen, der hierfür ein paar Stunden im Jahr Zeit spenden kann, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung“, bat Thomas Ruckh um Unterstützung bei den Blutspendeterminen, die regelmäßig in der Stadthalle stattfinden.


Rahmenprogramm informiert über Ersthelfer-Maßnahmen

Während eines Imbisses wurde der unterhaltsame Teil des Abends durch einen Filmbeitrag zur Verwendung des Spenderblutes und durch eine Präsentation zum Thema Wiederbelebung abgerundet. Rüdiger Trautmann (Fachberater Information und Kommunikation DRK Kreisverband Göppingen) informierte verständlich und mittels einer praktischen Demonstration an einer Ersthelfer-Puppe über den Einsatz von Defibrillatoren, die im Falle eines plötzlichen Herzstillstands zum Einsatz kommen können. Innerhalb Eislingen gibt es mittlerweile 3 solcher Ersthelfer-Geräte, die an zentralen Orten für jedermann öffentlich zugänglich bereit stehen.
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PSE (Pressestelle Stadt Eislingen/Fils)