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Hola und Bienvenue in Eislingen


Vielseitige Partnerschaften sind ein Trumpf, mit dem das Erich Kästner Gymnasium die Kommunikation in den Fremdsprachen fördert. Seit letzter Woche sind 11 Austauschschüler aus dem spanischen Càceres und 22 Schüler aus der französischen Partnerstadt Oyonnax zu Gast bei ihren Austauschpartnern am EKG.

Die Schülerinnen und Schüler hören interessiert den Ausführungen des Oberbürgermeisters zu.

 
Für Oberbürgermeister Klaus Heininger war es eine Ehre, die beiden Schülergruppen in Eislingen begrüßen zu dürfen, „weil wir beim Schüleraustausch den europäischen Gedanken leben und wichtige Freundschaften für’s Leben geschlossen werden.“ Gerade durch die aktuellen Turbulenzen in Europa, kann man den beständigen und langjährigen Schüleraustausch am EKG durchaus als äußerst erfolgreiche und beliebte Konstante bezeichnen.
 
Appetit auf Eislingen machte das Stadtoberhaupt den Schülern aber nicht nur mit frischen Brezeln, süßen Stückle und Eislinger Bio-Apfelsaft. „Eislingen hat einiges zu bieten“, verriet er den jungen Spaniern im Großen Sitzungssaal im Rathaus und tags darauf den französischen Schülerinnen und Schülern in der Stadthalle. Bei einem Streifzug durch die Geschichte der Stadt bis hin zum  Zusammenwachsen der beiden Stadteile informierte das Stadtoberhaupt über das aktuelle Ziel, eine verbindende neue Mitte zu schaffen. Der erste Schritt mit dem Bau des neuen Rathauses sei gemacht, erfuhren die Schüler und lauschten mucksmäuschenstill seinen Ausführungen.
 
Beim Stichwort Gastfreundschaft, die nicht nur beim Schüleraustausch eine wichtige Basis für ein gutes Miteinander sei, war manch einer der jungen Gäste erstaunt über die rund 80 Nationen, die friedlich in der Stadt zusammenleben. Daniela, eine spanische Schülerin konnte das im Gespräch bestätigen. Auf die Frage, was ihr denn an Eislingen am besten gefalle, antwortete sie prompt mit der herzlichen Gastfreundschaft, die sie hier schon zum zweiten Mal genießen dürfe und natürlich das Essen: „Muy rica!“. Übersetzt heißt das soviel wie: „sehr lecker!“ und darf durchaus als Kompliment an die Gastfamilien und an die Mensa im Ösch verstanden werden.
 
Die bunte Vielfalt spiegeln aber nicht nur die unterschiedlichen Nationen. Vor allem mit dem vielseitigen Sport- und Freizeitangebot der über 60 Eislinger Vereine könne die Stadt punkten. Bekannt sei Eislingen aber wohl vor allem für seine Saurierfunde und seinen Ruf als „Kreiselstadt“, sagte der Oberbürgermeister.
 
Sowohl für die jungen Spanier, als auch für die Franzosen steht bei ihrem 1-wöchigen Gastaufenthalt die Regionalität im Fokus. Mit ihren Gastfamilien wird in der Freizeit individuell die Gegend erkundet und während der Unterrichtszeit dürfen sie zum großen Teil die Schulbank drücken. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, hat das Lehrerkollegium am EKG ergänzend abwechslungsreiche Highlights organisiert. Auf dem Programm stehen z.B. eine Themenführung in der Wilhelma, der Besuch des Daimler-Benz-Museum, ein Ausflug nach Ulm mit einem Abstecher zum Blautopf oder die Fahrt zu Ritter-Sport nach Waldenbuch. Typisch schwäbisch wird’s dann, wenn sich die jungen Europäer in einer Bäckerei beim Brezeln backen versuchen oder in den Genuss einer Trinkprobe Sauerwasser kommen – natürlich frisch am Brunnen gezapft.
 
Für Schulleiter Stephan Arnold, der den Austausch mit beiden Ländern aus großer Überzeugung unterstützt, sind die Schülerbegegnungen eine Art Hoffnungsträger und ein fruchtbarer Boden für Freundschaft und Stabilität auf dem europäischen Kontinent. Vor allem da es scheint, dass sich der Zusammenhalt in der Europäischen Union zunehmend zu einem Fremdwort entwickeln würde, obwohl uns dieser Verbund Wohlstand, Fortschritt und vor allem einen langewährenden Frieden in der Staatengemeinschaft gebracht habe. Sein Dank galt vor allem OB Klaus Heininger der in guter Tradition die Gäste herzlich empfangen habe und seinen Lehrkräften, die sich mit viel Engagement der Vorbereitung des Austausches widmen.
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