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Standsicherheitsüberprüfung von Grabmalen


Leider ereignet es sich recht häufig, dass Grabsteine umstürzen und dadurch erhebliche Personenschäden, oft sogar mit Todesfolge verursacht werden. Der Grund dafür kann in nicht standsicher errichteten Grabmalen liegen, wenn etwa die Verdübelung zwischen Grabmal und Sockel mangelhaft vorgenommen wurde. Eine weitere Ursache kann aber auch sein, dass die Standfestigkeit nachträglich durch Witterungseinflüsse oder durch das Senken des umliegenden Erdreichs verloren geht.

Blick auf ein bepflanztes Grab mit Grabmal
 
Die Unfallverhütungsvorschriften für Friedhöfe sollen dafür sorgen, dass die Sicherheit sowohl für die Beschäftigten auf dem Friedhof, als auch für Friedhofsbesucher gewährleistet ist. Kinder und ältere Menschen sind hier besonders gefährdet.
  • Die Grabmalüberprüfung findet am 4. und 5. April 2019 statt.

Gemäß der Unfallverhütungsvorschrift 4.7 § 9 der Gartenbau - BG Kassel, muss die Prüfung nach einem festgelegten Verfahren von einem Fachunternehmen mit einem speziell entwickelten Gerät durchgeführt werden. Sie wird nicht durch Hin- und Herrütteln vorgenommen, denn dadurch würden die Grabsteine losgerissen. Bei der jetzt durchgeführten Prüfung wird der Grabstein mit dem Prüfgerät am oberen Ende der Breitseite mit einer Druckkraft von 300 Newton (das entspricht etwa 30 kg) belastet. Ein ordnungsgemäß aufgestellter Grabstein darf bei dieser Prüfmethode nicht schwanken oder gar umfallen. Er muss sogar so aufgestellt sein, dass er mit der 1,5-fachen Prüfkraft belastet werden kann, ohne umzufallen.

Beanstandete Grabmale

Bei Grabmalen, die den Vorschriften nicht entsprechen, werden die Nutzungsberechtigten benachrichtigt. Sie erhalten eine schriftlich e Aufforderung, die Standsicherheit des Grabmals wiederherzustellen. Der städtischen Friedhofsverwaltung ist der Nachweis zu erbringen, dass eine ordnungsgemäße Instandsetzung durch eine Fachfirma stattgefunden hat.

Umsturzgefährdete Grabmale

Ist Gefahr für Leib und Leben der Friedhofsbesucher gegeben, z. B. wenn das Grabmal ganz und gar standunsicher ist und umzustürzen droht, wird es mit einem roten Aufkleber gekennzeichnet und vom Bauhof gesichert. Wird es nicht innerhalb von 3 Tagen neu befestigt, kann es als Sicherheitsmaßnahme auf Kosten des Nutzungsberechtigten von einem Fachmann umgelegt werden.

Haftung

In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Nutzungsberechtigten von Grabstellen für Schäden, die durch Umfallen des eigenen Grabsteins an Personen oder Sachen entstehen, voll haften. Aus diesem Grund wird die Überprüfung der Standfestigkeit durch die Stadtverwaltung auch im Sinne der Nutzungsberechtigten durchgeführt, da durch diese Prüfung solchen Unfällen vorgebeugt wird
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