Jahresrückblick 2020

Aufbruch in ein neues Jahr

Im Zeichen von fröhlichen Musikveranstaltungen, Informationsaustausch und mitmenschlichem sozialen Engagement standen die Veranstaltungen und Termine zum Jahresanfang.
 
Die erste gute Tat im neuen Jahr erbrachte die Göppinger Ahmadiyya Gemeinde Göppingen. Sie kümmerte sich um die Beseitigung des Mülls, der im Zusammenhang mit Silvesterfeiern und  -feuerwerk zurückgeblieben war.

Die Saison in der Stadthalle eröffneten die Ulmer Philharmoniker schwungvoll mit ihrem traditionellen Neujahrskonzert. Bereits im 16. Jahr gastierte das Orchester aus der Donaustadt unter ihrem Generalmusikdirektor Timo Handschuh an der Fils. Das Konzertprogramm bot wieder einen Querschnitt aus Oper, Operette, Musical und Ballett. Beispielhaft genannt seien Ausschnitte aus der Oper „Linda di Chamounix“ von Gaetano Donizetti, „der Galopp“ aus dem Ballett „La Boutique fantasque“ von Gioachino Rossini/Ottorino Respighi, der Operette „Fledermaus“ von Johann Strauß und George Gershwins „Summertime“. Glanzpunkte setzte in der bis auf den letzten Platz besetzten Stadthalle die aus der Ukraine stammende Sopranistin Maryna Zubko.

Gruppenbild Sternsinger
Die Eislinger Sternsinger vor der Stadthalle.

Die Sternsinger fanden bei ihren Rundgängen durch die Stadt viele offene Türen. Die Stadtverwaltung ließ es sich nicht nehmen, als Dank die Sternsinger-Kinder zum gemeinsamen Spaghetti-Essen in die Stadthalle einzuladen. Die Bilanz der Verköstigung mutet eindrucksvoll an. Insgesamt wurden 20 Kilogramm Spaghetti gegessen.
 
Mit einem bunten Abend-Unterhaltungsprogramm wartete am zweiten Samstag im Januar der ASV mit seinem Lichterfest auf. Mehrere hundert Gäste fanden sich in dem stimmungsvoll beleuchteten Schlosspark bei Musik von DJ Jürgen ein. Der Auftritt der ASV-Hip-Hop-Crew, Guggamusik der „Noda-Biagr“ aus Donzdorf und ein beeindruckendes Feuerwerk setzten Glanzpunkte unter dem winterlichen Himmel.
 
Der FC Eislingen begann das neue Jahr mit einer Ehrungsmatinée für langjährige treue Vereinsmitglieder. Der Fußballclub würdigte das langjährige, verdiente Engagement von Werner Kässer, Martin Haag, Erich Steinbrunner, Peter Heck und Gerhard Schick mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.
 
Am 18. Januar öffnete die Eislinger Stadthalle die Tore für die Berufs- und Ausbildungsmesse „Fit for Job“. Bei mehr als 30 teilnehmenden Betrieben konnten sich die Eislinger Schulabgänger aus erster Hand informieren.
 
Wenige Tage zuvor fanden in der Stadthalle Veranstaltungen der Volkshochschule und des Kulturprogramms statt. Der Biologe Dr. Jochen Tham sprach über den Klimawandel. Der Kabarettist Alfred Mittermeier gastierte mit seinem Programm „Paradies“. Die SPD lud am 31. Januar zu ihrem Neujahrsempfang in der Stadthalle mit dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert ein. Die Junge Union hatte zum Empfang bei Pusch-Data geladen.

von links nach rechts: Michaela Grimm und Oberbürgermeister Klaus Heininger
Die Eröffnung des Mobilitätspunkts: Oberbürgermeister Klaus Heininger überreicht der Pächterin Michaela Grimm einen Blumenstrauß.

Bahnhofszentrum: Die Weichen für die Zukunft gestellt

Eine wichtige Station auf dem Weg zur Umsetzung des Mobilitätspunkts im Bahnhof bildete die Inbetriebnahme des ansprechend gestalteten Dienstleistungszentrums „Gleis 1 by M“. Die Pächterin Michaela Grimm bietet mit ihrem Team um Elisabeth Häberle, Annika Weiss und Yasin Neifer neben Post- und Bahnleistungen mit Fahrkarten den Verkauf von Zeitschriften, Tabak, Geschenkartikel, Getränke und Schreibwaren sowie eine Annahmestelle für Lotto und Reinigungsservice an. Oberbürgermeister Klaus Heininger hob bei der offiziellen Eröffnungsfeier vor geladenen Gästen die Bedeutung des Dienstleistungszentrums als Herzstück des Mobilitätspunkts hervor.

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“

Dieses Sprichwort machte beim diesjährigen zehnten Winterfeez im Eislinger Stadtteil Krummwälden die Runde. Feuerwehrinterne Gründe waren es, so Kommandant Jürgen Reick, die zur Beendigung des alljährlichen Winter-Rock-Night im Dorf geführt haben. Die Esslinger Band Crimestop, die Geislinger AC/DC-Coverband „The Jack“ und DJ Suni sorgten wieder für eine gute, ausgelassene Stimmung bei den zahlreichen Besuchern, die erheblich höher als die Zahl der Einwohner des Dorfes liegen dürfte.

Go(o)d News ...

… ist der Name einer der beiden Pop-Chöre des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg. Unter der Leitung von Severine Köppler gastierte dieser am 15. Februar in der Eislinger Lutherkirche.

„Gute Nachrichten“ konnte die Presse auch über Frieder Dehlinger verkünden. Nach 17 engagierten Jahren als geschäftsführender Pfarrer der evangelischen Christuskirchengemeinde in Eislingen-Nord wagte er eine neue berufliche Herausforderung. Er trat die Nachfolge von Prof. Bernhard Leube als Pfarrer im Amt für Kirchenmusik in Stuttgart an. Die Verabschiedung von Pfarrer Dehlinger wurde im Mai vorgenommen.


Gespräche zwischen Geflüchteten beim Café Asyl
Das Café Asyl im Jugendzentrum „Talx“

Das Ende des Café Asyl

Auf Veränderung standen auch die Zeichen in der Flüchtlingshilfe. Die Flüchtlinge sind weitgehend im Eislinger Alltagsleben gut angekommen. Damit wurde das bisherige Angebot des Café Asyl, das erste Hilfen und Kontakte für Neuankömmlinge vermittelt hat, immer weniger benötigt. Diese Entwicklung vor Augen ist der Plan entstanden, das Café Asyl durch einen Internationalen Treff im Herbst des Jahres zu ersetzen, so der Integrationsbeauftragte Bernd Letzel. Tatkräftige Unterstützung in vielen Fragen des Alltags können sich die Flüchtlinge bis auf weiteres bei den Integrationsmanagern Renate Völlinger und Veit Hagl holen.

Gegen Rassismus

Oberbürgermeister Heininger erklärte anlässlich der  Gemeinderatssitzung im Februar, dass „in Zeiten von Hass und Hetze gegen Minderheiten, gegen Menschen anderer Herkunft, anderer Hautfarbe oder anderer Religion, … wir, die die Stadt Eislingen vertreten, ein deutliches Zeichen setzen für Toleranz und Weltoffenheit“.  Der Oberbürgermeister präsentierte ein neues Bronzeschild mit der Aufschrift „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Das von der Firma Strassacker in Süßen geschaffene Schild hat im Eingangsbereich an der Ostseite des Rathauses seinen Platz gefunden.

Kompetenz in einer Fremdsprache ...

… bewiesen Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b der Dr.-Engel-Realschule mit einer kleinen Ausstellung im Rathaus. Auf einer Ausstellungstafel dokumentierten sie in englischer Sprache, warum sie gerne in Eislingen leben. Die Federführung bei dem Projekt der 12- bis 13-jährigen hatte die Lehrerin Sabine Smeeth.


Die lesenswerten Hausaufgaben der Schüler sind wie ein kleines Fenster in den Englischunterricht. Wer sich dafür interessiert, kann die Exponate noch bis Mitte Februar im Rathaus lesen.
Die Eröffnung der Schülerausstellung „Our lives in Eislingen“

Ein Lions-Musikpreisträger aus Eislingen

Beim europaweit ausgelobten Lions-Musikpreis konnte der 15jährige Altsaxophonist Simon Kloos den ersten Platz im Distrikt Süd-Mitte erringen, der den Bereich zwischen Main-Tauber-Region, Zabergäu, Ostalb und württembergisches Allgäu umfasst. Damit ist der mittlerweile von Prof. Nikola Lutz in Stuttgart unterrichtete Schüler für den Bundeswettbewerb des Lions-Musikpreises in Bremen qualifiziert.

Erfolge der Eislinger Fechter

Einen kleinen Medaillenregen konnten die Fechter der TSG Eislingen beim Kreissparkassen-Cup verbuchen. Der Eislinger Landesstützpunkt schlug sich trotz großer Konkurrenz beachtlich. Bei den Fecht-Europameisterschaften in Porec/Kroatien wurde in der Klasse U 17 der TSG.Fechter Colin Heathcock Europameister. Ebenfalls erfolgreich konnten die TSG-Fechter das Veteranen-Turnier vor heimischer Kulisse und den Weltcup in Dourda/ Frankreich gestalten.


Mit fachgerechten Tipps zeigt der Baumwart Wolfgang  Nägele (im Bild), wie die Vitalität und die Lebensdauer  der Obstbäume verbessert werden kann.
Obstbaumschnittkurs bei Krummwälden


Großes Interesse an Obstbaumschnittkurs

Im Rahmen des städtischen Streuobst-Förderprogramms konnte Birgit Hoffmann vom Planungsamt der Stadt Eislingen über zwanzig interessierte Streuobstwiesenbewirtschafter auf dem Obstsortenlehrpfad bei Krummwälden begrüßen. Die Unterweisung lief unter der fachlichen Anleitung von Baumwart Wolfgang Nägele.

Industrie und Umwelt

Die Bemühungen der in Eislingen ansässigen Firma ZG / Zeller & Gmelin in Umweltfragen fanden überregional Anerkennung. Die ZG war das 500. Unternehmen, das sich dem „KEFF-Check“ unterzogen hat. Die vom Umweltministerium geförderte KEFF (Kompetenzstelle Energieeffizienz) unterstützt Firmen, die Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe energetisch effizienter gestalten wollen. Die Klima-Experten der Fokus Zukunft GmbH haben die ZG dank ihrer günstigen Kohlendioxidbilanz als „Klimaneutrales Unternehmen“ eingestuft. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Firma ZG als bedeutender Schmierstoffhersteller im Herbst dieses Jahres ein neues Labor als High-Tech-Einrichtung zur Qualitätskontrolle in Betrieb genommen hat.

In den Fußstapfen des Eislinger Albpatriarchen

In Anerkennung des vielfältigen Wirkens um die Geologie und Naturlandschaft der Schwäbischen Alb prägte sich für den Eislinger Pfarrer Dr. Theodor Engel der Begriff des „Albpatriarchen“. Zu den „Schülern“ Engels darf mit Fug und Recht Johann Klaschka gerechnet werden, der Mitte des Monats im Alter von 80 Jahren verstarb. Als Fossiliensammler mit Leib und Seele machte er gemeinsam mit anderen Sammlerkollegen in den Steinbrüchen bei Holzmaden bemerkenswerte Funde. Der profunde Kenner der schwäbischen Jurageologie engagierte sich in der Arbeit des Städtischen Naturkundemuseums Göppingen-Jebenhausen und im Göppinger Naturkundeverein. Ein Vermächtnis bleibt seine gut beschriftete und präparierte Sammlung von Jura-Versteinerungen.


Oberbürgermeister Klaus Heininger im Bienenkostüm
Fasching in Eislingen: der Rathaussturm der Eislinger Brandstifterhexa

Die Brandstifterhexen auf den Spuren der Nachhaltigkeit

Beim Rathaussturm zum „Schmutzigen Donnerstag“ beschritten die Eislinger „Brandstifterhexa“ neue Wege. Anstelle des obligatorischen Narrengerichts erhielt Oberbürgermeister Klaus Heininger im Rahmen des Faschingstreibens eine Nachhilfestunde in Sachen Streuobstbau. Das Stadtoberhaupt wurde angehalten, auf einem aufgeschütteten Erdhaufen mitten auf dem Schlossplatz ein Bäumchen zu pflanzen. Anschließend musste der Oberbürgermeister im Kostüm von Biene Willi weitere Aufgaben bewältigen. Mit einem Konzert der Musikschule in der Stadthalle klang der „schmotzige Donnerstag“ aus.


Teilnehmer beim Faschingskonzert Musikschule auf der Bühne
Das Faschingskonzert der Musikschule in der Stadthalle

Schwungvolle Musik und gute Unterhaltung

Unter diesem Motto gab es im Monat Februar eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die durch die Bank auf eine gute Publikumsresonanz traf. So fand die Aktion „Rudelsingen“ von Tobias Sudhoff und Gereon Homann in der Stadthalle großen Anklang. Dasselbe galt für das Theatersport Improvisationstheater in der Stadthalle, den Auftritt der österreichischen Zellberg Buam bei der KSG und für das Jahreskonzert des Musikvereins Stadtkapelle.


Die Gäste beim Frauenfrühstück verkosten die internationelen Speisen am Frühstücksbufett
Das Internationale Frauenfrühstück der efa

Politik, Musik und Gaumenfreuden

Diese drei Begriffe bildeten die Grundeckpfeiler des neunten Frauenfrühstücks der efa (Eislinger Frauenaktion) in der Stadthalle. Die Programmgestaltung und Organisation einschließlich des legendären Frühstückbüffets lag auch im 25. Jahr des Bestehens der efa in den bewährten Händen von Dr. Heide Kottmann und Elnora Hummel. Zum Rahmenprogramm gehörten in diesem Jahr Musikbeiträge des Duos Timeout von Bea und Al Stübler sowie die Hip Hop-Gruppen von „Danger“, „Lollipops“ und „Frauenpower“ der R.R.D.T. Streetdance Company. Die Spenden aus dem diesjährigen Frauenfrühstück sind zur Unterstützung für die Vorbereitungsklassen der Silcherschule gedacht.


Elnora Hummel (links), Kottmann (rechts), Andreas Janositz  (Mitte) bei der Übergabe der Spendenübergabe
Eislinger Frauen unterstützen die Silcherschule

Rege Vereinsaktivitäten

Thesenartig seien an dieser Stelle Vereinsaktivitäten aufgelistet. Mit der Ausstellung Rudi Weiss in der Alten Post eröffnete der Kunstverein die neue Ausstellungssaison. Der zweite Vorsitzende des Fördervereins Eislinger Saurierfunde Dr. Christoph Speiser sprach in einer Vortragsveranstaltung, die gemeinsam mit der Volkshochschule ausgerichtet worden war, über das Leben auf fremden Planeten.

Die Mitgliederversammlung der DLRG-Ortsgruppe am 1. Februar stand unter besonderen Vorzeichen. Nach 27 Jahren Vereinsvorstandschaft gab Stefan Andonovic sein Amt ab. Zum Nachfolger wurde Alexander Funk gewählt. Stefan Andonovic wurde Ehrenvorstand und Ehrenmitglied.

Neue Mitarbeiterinnen in der Stadtverwaltung

Zwei neue Mitarbeiterinnen konnten in der Hauptverwaltung der Stadt begrüßt werden. Stefanie Zänker ist anstelle der zur Hauptamtsleiterin berufenen Sonja Mebert neue Personalleiterin. Die Aufgabe der Pressereferentin ging nun von Heike Rapp an Manuela Augustesen über.
 
Zwei neue Mitarbeiterinnen im Rathaus
Die neuen Mitarbeiterinnen Stefanie Zänker (rechts) und Manuela Augustesen (links)

Neuigkeiten aus dem Geschäftsleben

Eine vielversprechende Geschäftsidee verfolgt die Hydrogärtnerei Höfer zusammen mit dem Burgrestaurant Staufeneck. Mit einer Party hatten sie Mitte März in den Geschäftsflächen der Gärtnerei die Eventlocation „Greenhouse 55“. Gruppen bis zu 200 Personen können künftig zwischen Palmen, Kakteen und anderen Pflanzen feiern.
 
Investitionen für die Zukunft tätigte der lokale Stromanbieter Stauferwerk. Er investiert in den Ausbau seiner Infrastruktur in Eislingen, Donzdorf und Ottenbach nach einem Betrag von 1, 6 Millionen Euro im vergangenen Jahr nun weitere 2,4 Millionen Euro. Christian Gropp, der Geschäftsführer des Stauferwerks, betonte in einer Sitzung beim Eislinger Gemeinderat, dass das Unternehmen seit sechs Jahren schwarze Zahlen schreibe. Im zurückliegenden Jahr hatte das Stauferwerk mit einem Gewinn von 750 000 Euro abgeschlossen. Dieser geht mit einer angemessenen Ausschüttung an die beteiligten Kommunen. Nach Gropps Angaben macht sich die komplette Netzübernahme von der EnBW bezahlt.
 
Auf anderer Ebene wurden die Weichen für die Zukunft in der Arztpraxis Dr. Georg Mates gestellt. Die Praxis übernahm Anfang Mai im Gefolge des Ruhestands die Ärztin Simone Schmeiser. Bei dieser Gelegenheit wurde die Praxis in neue barrierefreie Räume in die Stuttgarter Straße verlegt. Dort wurden Flächen in dem gerade fertig gestellten Gebäudekomplex „Drei Kaiser“ bezogen. Dieses auf acht Millionen Euro bezifferte Bauprojekt wurde von der Herrenberger Marquardt-Immobilien-Gesellschaft realisiert.
 
Eine Steigerung der Umweltfreundlichkeit und finanzielle Ersparnisse verspricht sich die Firma Hinterkopf davon, dass sie in sämtlichen Produktionshallen künftig LED-Lampen als Mietmodell einsetzt.
 
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Blumenwiese beim Hallenbad
 
Die Stadt Eislingen erweiterte im Mai ihr Förderprogramm für Natur- und Umweltschutz. Künftig kann die Stadt auch Maßnahmen in privaten Gärten und Unternehmensflächen fördern. Ziel ist es, anstelle von tristen Schottergärten und Rasenflächen blühende „Oasen-Flächen“ für Insekten entstehen zu lassen. Der BUND / Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands unterstützt diese Bestrebungen mit dem Angebot, den vereinseigenen Balkenmäher kostenlos auszuleihen. Ein weiterer Gesichtspunkt in diesem Zusammenhang ist die Pflege von Streuobstwiesen. Birgit Hoffmann, zuständig für Grünplanung beim Planungsamt der Stadt Eislingen, Gerhard Rink vom NABU/Naturschutzbund und der Krummwäldener Streuobstwiesenbesitzer Martin Leyrer wiesen auf Anreize zur Pflege dieser Wiesen hin. Die Stadt Eislingen stockt die dafür vom Land gewährte Förderung von 15 auf 25 Euro pro Baum auf.
 
Blick in die Ulmer Straße
Der Rückbau der Ulmer Straße ist jetzt abgeschlossen
 
Bei der Auffahrt zur B10-Anschlussstelle Eislingen-Ost unweit der Ortsgrenze zu Salach wurde Ende März eine Tankstelle des Mineralölunternehmens HEM eröffnet. Neben den Standorten bei EDEKA E-Center (vormals Marktkauf), in der Stuttgarter Straße (zwei ARAL-Tankstellen) und SHELL an der Ulmer Straße gibt es damit eine fünfte Tankstelle in Eislingen. Mit dem nun abgeschlossenen Rückbau der Ulmer Straße hat der südliche Straßenzugang aus Richtung Salach an Attraktivität gewonnen
 
Den Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 nahm die Firma Salvia-Elektro zum Anlass, der Stolperstein-Initiative eine großzügige Spende für ihre Arbeit zukommen zu lassen. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schicksale von Opfern der NS-Diktatur aufzuarbeiten und mit der Setzung von kleinen Gedenksteinen, so genannte „Stolpersteine“ die Erinnerung wachzuhalten. Wie Stadtrat Peter Ritz und Klaus Maier-Rubner von der Initiative betonten, soll das Geld Anlass für weitere Forschungen über die jüdische Eislinger Familie Plawner sein. Sie kam im Holocaust im Osten ums Leben.

Menschen für Eislingen

Die im vergangenen Jahr gegründete Initiative „Menschen für Eislingen“, kurz MfE, setzte ihre Veranstaltungsreihe im Hallenbadcafé „Bädle“ fort. Die Initiative um die Stadträte Hans Jörg Autenrieth (CDU), Axel Raisch (CDU) und Uwe Reik (SPD) hat es sich zum Ziel gesetzt mit offener Streitkultur und Humor, Themen zu diskutieren, die die Menschen vor Ort bewegen. Das Treffen am 7. März stieß auf große Resonanz. Die Podiumsrunde um die drei Stadträte und Matthias Bolch boten Diskussionsstoff zu den Bereichen Abfallwirtschaft und Integration. Das „Duo Loogisch“ mit Markus Laux und Ralf Friton sorgte für den passenden musikalischen Rahmen. Die Hallenbad-Gastronomie wurde im Januar nach einigen Monaten Betriebs-Pause unter der neuen Pächterin Kerstin Reik wiedereröffnet.
 
Ampelfrau grünes Signal
Die „Ampelfrauen“ sind da

„Zur Sache Frau“

 Auf Einladung der Eislinger Frauenaktion „efa“ trat unter diesem Motto die Kabarettistin Heike Sauer alias Marlies Blume am 8. März in einer Veranstaltung zum Weltfrauentag in der Stadthalle auf. Die efa, die in diesem Jahr auf ihr 25jähriges Bestehen blicken kann, und die Kleinkunstpreisträgerin mit Eislinger Wurzeln rückten die Gleichberechtigung der Geschlechter in den Mittelpunkt des Abends. Einen Geburtstagswunsch zum 25. Jubeltag erfüllte die Stadtverwaltung mit dem Austausch eines „Ampelmännches“ gegen ein „Ampelfrauchen“. Auf den Monat September wurden die beiden Fußgängerampeln im Kreuzungsbereich Weingarten-/Hauptstraße und Tal-/Hauptstraße umgerüstet.
 
Konfettiregen beim Überqueren der Fußgängerampel zur Einweihung Eislinger Ampelfrauen
Konfettiregen bei der Begrüßung der „Ampelfrauen“. Im Bild: Oberbürgermeister Klaus Heininger und die efa-Vorsitzende Gönül Neuen

Konzertveranstaltungen in der Christuskirche

Qualitätvolle Konzertveranstaltungen standen in der Christuskirche auf dem Programm. Neben dem Konzert des Trio Toccata sei an dieser Stelle das Kinder- und Familienkonzert zum „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns genannt. Überschattet wurde das Programm durch rückläufigen Besucherzuspruch, der der aufkommende Corona-Krise geschuldet war.

Die Corona-Krise beginnt

 Im Monat März wurde die eingangs erwähnte Corona-Krise in Eislingen wie im ganzen Land zusehends spürbar. Wie war es dazu gekommen?
 
Zum Zeitpunkt des Jahreswechsels 2019/20 wurde offiziell aus Wuhan/China die Verbreitung einer hochinfektiösen Virus-Erkrankung bekannt gemacht, die unter den Namen „Coronavirus“ oder „COVID-19“ bald in aller Munde sein sollte. Die von grippeähnlichen Symptomen begleitete Krankheit weitete sich von einer bis Januar 2020 in China verbreiteten Epidemie innerhalb weniger Wochen bis März 2020 zu einer Pandemie aus.
 
Vom Verbreitungsgebiet Oberitalien aus erreichte offensichtlich das Coronavirus Baden-Württemberg. Bereits Ende Februar berichteten die Medien über einen der ersten Corona-Fälle im Land. Ein junger 25jähriger Mann aus Eislingen hatte sich bei einem Aufenthalt im Raum Mailand angesteckt. Er konnte glücklicherweise in den Alb-Fils-Kliniken / Klinik am Eichert erfolgreich behandelt werden.

Eine Frau mit einer Alltagsmaske
Masken im Alltag

Maßnahmen zur Eindämmung des Virus

Beunruhigend für viele Menschen nicht nur in Eislingen war und ist die Tatsache, dass es für die Bekämpfung dieses Virus kein Arzneimittel gab. Ein entsprechender Impfstoff musste erst entwickelt werden. Die Anstrengungen des Staates zielten darauf ab, die Verbreitung der Seuche zu verlangsamen. Damit soll eine Überlastung der Krankenhauskapazitäten, insbesondere der Intensivstationen vermieden werden. Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen wurden Standards im Alltagsleben. Um die steigenden Infektionszahlen zu drücken, wurde ein so genannter „Lockdown“ durchgeführt, das gesamte öffentliche und geschäftliche Leben wurde heruntergefahren.
 
Dass solche Maßnahmen – trotz aller Appelle zur Solidarität unter den Mitmenschen – nicht auf einhellige Zustimmung in der Bevölkerung stoßen, war zu erwarten. Offensichtlich sind mehr ältere als jüngere Menschen von schweren Erkrankungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus betroffen. Auch zeigen eine Reihe von Infizierten kaum Symptome. Dies veranlasste eine prozentual kleinere Gruppe in der Bevölkerung, die sich als „Querdenker“ bezeichnet, zu Protesten und Widerstand gegen die verordneten Maßnahmen.
 
Die Zielsetzung, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, setzte wie alle anderen Kommunen im Land auch die Eislinger Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Klaus Heininger, in die Tat um. Ein 15köpfiger Krisenstab wurde gebildet, der alle ein bis zwei Tage zu Beratungen zusammenkam.
 
Im Rathaus wurde ein Schichtbetrieb eingerichtet. Ein Teil der Mitarbeiter der Stadtverwaltung arbeitete im Home-Office. Der Vollzugsdienst wurde aufgestockt, um die Sperren an Spielplätzen und Schulhöfen zu kontrollieren. Die Bürger*innen wurden angehalten, soweit wie möglich die Behördenkontakte mit dem Rathaus über Telefon und Internet zu organisieren. Auf der Internet-Seite der Stadt Eislingen wurden auch Informationen eingestellt, die der Bevölkerung aufzeigen, was im Rahmen der eingerichteten Kontaktsperre im Freien zulässig ist.

Das Geschäftsleben im Krisenmodus

Sorgen bereitet Oberbürgermeister Heininger angesichts geringer Rücklagen die kleinen Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe in der Stadt. Klaus Heininger hat die Bevölkerung zur Hilfsbereitschaft und Solidarität aufgerufen und den Erwerb von Geschenkgutscheinen für Gaststätten und Händler empfohlen.
 
Die Händler auf dem Eislinger Wochenmarkt konnten über Beeinträchtigungen nicht klagen. Im Gegenteil! Die Geschäfte – unter Einhaltung der Abstandsregeln – liefen sehr gut.
 
Die Firmen Weckerle und Schmohl-Nähautomaten nahmen aus gegebenem Anlass die Herstellung von Gesichtsmasken zum Mund- und Nasenschutz in ihr Betriebsprogramm auf.

Homeoffice und Kinderbetreuung

Im Gefolge der Verschärfung der COVID-19-Pandemie hieß für viele Arbeitnehmer die Option fern von ihren Unternehmen, angebunden an digitale Techniken, von zu Haus aus, im „Homeoffice“ zu arbeiten. Für eine ganze Reihe von Arbeitnehmer*innen gab es dabei durchaus ungewohnte Herausforderungen. Fehlende Sozialkontakte auf der einen Seite, andererseits Arbeit, Kinderbetreuung, Partnerschaft und Haushalt organisatorisch unter einen Hut zu bekommen, sind als Problempunkte zu nennen.
 
Eislingens Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen Andrea Mönich betonte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt für eine erweiterte Notbetreuung für Kinder gewappnet sei. Sie wies darauf hin, dass in den 15 Eislinger Einrichtungen 56 Plätze für unter Dreijährige und 337 Plätze für über Dreijährige zur Verfügung stehen. Im Normalbetrieb stehen 114 Plätze in der Krippenbetreuung und 681 für über Dreijährige zur Verfügung.

Bagger auf der Baustelle beim Baustart Kita Süd
Baustart „Kita Süd“

Nicht unerwähnt bleiben sollen zwei Bauprojekte für die Zukunft in der Kinderbetreuung. Corona-bedingt ohne offiziellen Spatenstich wurden die Erd- und Aushubarbeiten in der Gerhart-Hauptmann-Straße für die künftige „Kita-Süd“ begonnen. In dieser neuen städtischen Kindertagesstätte soll ab Herbst 2021 Platz für 70 Kinder garantiert sein.


Bauarbeiten zur Erweiterung Kinderhaus am Ziegelbauch
Baustart "Kita am Ziegelbach"
 
Des Weiteren wurden die Erweiterungsbauarbeiten im Kinderhaus „Am Ziegelbach“ begonnen. Dort soll Platz für 50 Kinder geschaffen werden.
 
Das Eislinger Kinder- und Jugendbüro hatte Mitte April gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern von Silcherschule und Erich-Kästner-Gymnasium ein virtuelles Elterncafé geschaffen. Der Austausch in diesem Forum erstreckte sich auf breit gefächerte Themenstellungen, von Fragen zum Home-Schooling zu prekären Familienverhältnissen.

Zentrale Abstrichstelle

Zur Minderung des Risikos, dass Menschen mit Verdacht auf Corona-Infektionen sich verstärkt in Arztpraxen oder in der Notfallambulanz anmelden, wurde für den Landkreis Göppingen, eine zentrale Abstrichstelle eingerichtet. Sie wurde in der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft in der Ulmer Straße 110 eingerichtet.

 
Außenansicht Stadthalle mit Stelen im Vordergrund
Kreative Platzhalter aus dem Kinderhaus am Ziegelbach

Verkehr und öffentliche Einrichtungen

Die Nutzung der Sportstätten einschließlich des Hallenbads wurde ausgesetzt. Selbstredend wurde der kulturelle Veranstaltungsbetrieb der Stadthalle vorübergehend eingestellt. Die Volkshochschule setzte darauf, bestimmte Veranstaltungen wie Literaturlesungen zu streamen.
 
Eine kreative Idee kam aus dem Kinderhaus am Ziegelbach. Dort gestalteten Kinder Plakate zu Reisen und Ausflügen, sei es ans Meer und an den Strand oder in den Wald. Diese Plakate dienten als Platzhalter für Veranstaltungsplakate in den Schaukästen der Stadthalle – gewissermaßen, um die Wartezeit zu verkürzen bis in der Stadthalle wieder Veranstaltungen durchgeführt werden können.

 
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Das neu geschaffene Boulder-Ei am Schillerplatz

Ein Wohlfühlort der Generationen

In aller Stille wurde nach fast einjähriger Bauzeit der neu gestaltete Schillerplatz als Freizeitplatz mit Angeboten für alle Generationen seiner Bestimmung übergeben. Das Eröffnungsfest ist auf die Zeit nach der Corona-Krise vertagt.
 
Nicht frei von Ansteckungsrisiken ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Um Pendlern eine Alternative zu Bus- und Bahnfahrt anzubieten, wurde am Mobilitätspunkt im Bahnhofszentrum für Fahrräder und Pedelecs des Verleihsystems RegioRadStuttgart eingerichtet.
 
Leihfahrräder RegioRadStuttgart
Das Verleihsystem der RegioRadStuttgart
 
Neben digitalen Angeboten setzte die städtische Musikschule auch auf Präsenzunterricht mit strengen Hygienevorschriften. Im Zeichen rückläufiger Infektionszahlen konnte die Stadtbücherei wieder öffnen – freilich mit einem begrenzten Zeitfenster von zehn Stunden pro Woche.

Kirchen in der Coronakrise

Herausforderungen hatten auch die Kirchen zu meistern. Die traditionellen Ostergottesdienste konnten nicht in der vertrauten Form durchgeführt werden. Die Fronleichnamsprozession der katholischen Kirche im Juni musste ausfallen. Die Kirchen setzten auf vielseitige Ersatzangebote über Computer, Funk und Fernsehen, um weiterhin die christliche Botschaft zu verbreiten.
 
Einen besonderen Stellenwert nahm seit Mitte März das allabendliche Gebetsläuten um 19:30 Uhr ein. Es galt der Einladung zum Gebet für die Menschen, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen waren und sind. Mit dem Abflauen der ersten COVID-Welle im Juli wurde das ökumenische Gebet auf die Mittwochabende konzentriert.

Zwischenbilanz zum Krisenmanagement

In der Gemeinderatssitzung im Mai, die aus gegebenem Anlass in der Stadthalle stattfand, zog Oberbürgermeister Klaus Heininger eine Zwischenbilanz des Corona-Krisenmanagements der Stadtverwaltung in den zurückliegenden Wochen und Monaten. Er betonte die erhebliche Herausforderung auf die immer neuen Verordnungen des Staats schnell und besonnen zu reagieren. Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten Anerkennung für das gute Krisenmanagement der Stadtverwaltung.
 
Bis Ende April waren 99 Ordnungswidrigkeiten wegen wiederholtem Verstoß gegen die Auflagen zu verzeichnen. Die Summe der Bußgelder belief sich auf 21 700 Euro. Im Wesentlichen bezogen sich die Strafmaßnahmen auf die Aufenthaltsverbote im öffentlichen Raum.
 
Offen blieb die Frage, wie sich die Krise auf die Stadtfinanzen auswirken wird. Aus dem Ratsgremium kam die Einschätzung, dass die Nutzung moderner technischer Hilfsmittel wie Videokonferenzen viele Vorteile bietet und auch über die Zeit der Coronakrise hinaus genutzt werden sollte.

Rückkehr aus dem Corona-Krisenmodus in die Normalität?

Mit dem schon angedeuteten Rückgang der COVID-Infektionszahlen im Juni unternahmen Schulen und Stadtverwaltung Lockerungen der Maßnahmen, und damit erste Schritte in Richtung Normalität. Die Schulen begannen behutsam mit der Aufnahme des Präsenzunterrichts. Der Musikverein begann mit seinem Probebetrieb.
 
Rotkäppchen und der böse Wolf bei den Walderlebnistagen
Walderlebnistage: Rotkäppchen und der böse Wolf
 
Der Zutritt ins Rathaus wurde Mitte Juni ohne Voranmeldung wieder ermöglicht, freilich mit Gesichtsschutzmasken. Das öffentliche Bücherregal am Schlossplatz wurde für den Bücheraustausch wieder geöffnet.
 
Das Eislinger Jugendhaus Nonstop in der Bahnhofstraße wurde mit Hygieneauflagen und Gästelisten wieder geöffnet. Und die gut eingeführten Waldwunderwochen (WAWUWO) für Kinder wurden wegen der Hygieneregeln abgesagt. An deren Stelle gab es an die Lage angepasste Walderlebnistage (WERTA).
 
Kinder beim Bogenschießen bei den Walderlebnistagen
Walderlebnistage: Kinder beim Bogenschießen
 
Die Ende Mai geschlossene Corona-Abstrichstelle in der Ulmer Straße 110 nahm in der zweiten Hälfte des Monats Juli wieder ihren Betrieb auf. Im Hintergrund standen Einschätzungen des Gesundheitsamts und der Kreisärzteschaft. Die beiden Institutionen rechneten damit, dass Hand in Hand mit den Lockerungen die Anzahl an persönlichen Kontakten zunehmen wird und damit der Bedarf an Abstrichen steigt.
 
Dr. Heinz Pöhler, Leiter des Göppinger Gesundheitsamts, plädierte dafür, die Abstands-, Masken- und Hygieneregeln nicht weniger als bisher ernst zu nehmen. Er wies auf das Risiko hin, dass Menschen, die keine Symptome zeigen, das Virus in sich tragen können und es weiterverbreiten können.
 

Durchführung von Veranstaltungen

Für Vereine und andere Institutionen in unserer Stadt war es im Zeichen von Corona eine Gratwanderung, Veranstaltungen und Termine abzusagen oder durchzuführen. So verlegte der ev. Kindergarten Regenbogen in der Friedhofstraße sein Jubiläumsfest zum fünfzigjährigen Bestehen in das kommende Jahr. Auch unterließ das Erich-Kästner-Gymnasium eine Veranstaltung für verdiente Lehrkräfte, die in den Ruhestand traten. Neben der stellvertretenden Schulleiterin Marlies Rommel verließen die Lehrer*innen Margret Krickl, Stefan Wünsche, Martina Ley und Christine Dilger-Scheffzek die Schule.
 
Die Altpapiersammlungen der Eislinger Vereine, u. a. durch die Fußballvereine FC, KSG und ASV wurden durch Sammlungen an Containern vor den Vereinsheimen ersetzt. Die TSG setzte eine Reihe von Veranstaltungen, darunter ihre Ehrungsmatinée aus. Die SPD veranstaltete ihren „roten Treff“ als Videokonferenz
 
Mit den gebotenen Abstandsregeln fand im Marstallgarten beim Schloss ein Jazzabend mit den Musikern Joo Kraus, Sandi Kuhn, Martin Schrack, Axel Kühn und Eckhard Stromer statt. Ebenso fand die Serenade des ev. Posaunenchors im Garten der Christuskirche  einen guten Anklang
 
„Corona-konform“ fand die feierliche Verabschiedung des evangelischen Pfarrerehepaars Miriam und Frederik Guillet im Garten des Ottenbacher Albvereins statt. Die beiden an der Christuskirche und in Ottenbach tätigen Eheleute wurden dort von der Schuldekanin Annette Leube entpflichtet, als ein Unwetter aufkam. Glücklicherweise bot die katholische Gemeinde in Ottenbach ökumenische Unterstützung an. In der St. Sebastianskirche konnte die Veranstaltung gut zu Ende gebracht werden.

Neue Mitarbeiterin im Rathaus Alissa Boguschewitsch

Neuer Mitarbeiter im Rathaus Ulrich Lehnert

Neuer Mitarbeiter im Rathaus Andreas Niedan
Als neue Mitarbeiter*innen konnte die Stadtverwaltung Alissa Boguschewitsch, Ulrich Lehner und Andreas Niedan begrüßen

Personelle Veränderungen in der Stadtverwaltung

Im Juli konnte die Stadtverwaltung drei neue Mitarbeiter begrüßen: Alissa Boguschewitsch beim Haupt- und Personalamt, Ulrich Lehnert als Energiemanager sowie beim Gemeindevollzugsdienst Andreas Niedan.
 

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Förderung von Einzelhandel und Vereinen

Dieses Thema liegt der Stadtverwaltung, erst recht in Corona-Krisenzeiten, besonders am Herzen. Um unter den schwierigen Rahmenbedingungen Einzelhandel und Vereine zu unterstützen, hat die Stadt das System „Sammelkarte“ entwickelt. Mit jedem Einkauf in einem Eislinger Geschäft, das an dem System teilnimmt, erhält der Käufer einen Aufkleber. Dieses Märkchen – schwäbisch „Bäbber“ kann auf eine Rabatt-Buch-ähnliche Karte aufgeklebt werden. Das fleißige Sammeln unterstützt die Stadt mit einem Geldbetrag. Freilich nicht für den Einkäufer, sondern stattdessen für den Verein, den der Käufer unterstützen möchte.
 
Eislinger Sammelkarten der Aktion Lokal einkaufen - Vereine unterstützen
(Die Corona-) Not macht erfinderisch: „Bäbber“ helfen der Geschäftswelt und den Vereinen
 
Die Stadtverwaltung hatte überdies angekündigt, Gastronomen und Geschäfte großzügig und unbürokratisch zusätzliche Außenflächen zu gewähren, wenn diese bei der Stadt beantragt werden.
 

Akzente aus der Geschäftswelt

Das chemisch-technische Unternehmen Zeller & Gmelin (ZG) konnte im Juli das Mehrbereichsöl Divinol Super Turbo vorstellen. Die im neuen Industriegebiet an der südöstlichen Stadtgrenze angesiedelten Unternehmen Pusch-Data und Prinzing ließen mit Sponsoring-Aktionen aufhorchen. Die Prinzing Elektronik GmbH stiftete Rechner und Notebooks für die Silcherschule. Pusch-Data wurde als neuer A-Sponsor des FC Eislingen vorgestellt.
 

Engagierte Jugend

Die Presse vermeldete, dass die beiden Jugendfußballspieler des FC Eislingen Giosue Mobilia und Luan Mustafi zum VfB Stuttgart wechseln. Dort werden sie im VfB-Nachwuchsleistungszentrum für den Jahrgang 2009 von dem ehemaligen FC-Jugendtrainer Deniz Ercetin betreut.
 
Für Aufmerksamkeit sorgte der junge Stadtrat Leon Held. Eine Idee von Hans-Ulrich Weidmann aufgreifend, entwickelte er mit diesem für die Zielgruppe der jüngeren Generation mehrere Routen für Geocacher. Mit Smartphones kann man sich nun als Spaziergänger auf die digitale Schatzsuche begeben.
 

Natur und Umwelt

Die Stadtverwaltung hat es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht, ihren Beitrag zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu leisten. Dazu gehören Maßnahmen auf verschiedensten Ebenen des Umweltschutzes
 
Fahrzeug Stauferwerk mit Hubarbeitsbühne beim Austausch der Straßenleuchten
Modernisierung der Straßenbeleuchtung
 
Anfang Juli wurde in der Presse berichtet, dass sich die Stadtverwaltung erfolgreich am Förderprogramm „KSI: Sanierung Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik“ beteiligt hat. Die Stadt bekommt knapp 48 000 Euro zum Austausch und zur Sanierung von Straßenleuchten aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt. Damit können über 400 Bogenleuchten mit 70 bis 150 Watt Leistung durch Trilux LED-Leuchten mit 12 bis 38 Watt ausgetauscht werden.
 
Mitte Juli wurde die Aktion „Pflück mich“ ins Leben gerufen. Demnach sind bis in die Herbstmonate städtische Obstbäume zur persönlichen Ernte freigegeben, wenn dort entsprechende rote Bänder angebracht sind. Auch private Obstbaumbesitzer wurden eingeladen, ihrerseits Bäume zum Abpflücken durch Dritte freizugeben.
 
Plakat Abfallkampagne an einer Bushaltestelle
Aktion „Gemeinsam für mehr Sauberkeit“
 
Um die Sauberkeit im Stadtgebiet zu erhöhen hat die Stadt eine Plakatkampagne begonnen, die die Einwohner für das Problem sensibilisieren soll. Zusätzlichen Nachdruck verspricht sich die Stadtverwaltung durch den Einsatz von zwei „Müll-Sheriffs“, die regelmäßig auf Streife gehen.
 
Müll auf dem Boden neben einem Mülleimer und einer Sitzbank
Ein Betätigungsfeld bei der Aktion „Gemeinsam für mehr Sauberkeit“

Stabswechsel in der Bildungs-, Kultur- und Sportverwaltung

Nach fast vier Jahrzehnten Tätigkeit in der Verwaltung für die Bereiche Volkshochschule, Stadtfeste und Sportlerehrungen wurde Ute Schwendemann Anfang des Monats mit großem Lob von Oberbürgermeister Klaus Heininger und Fachbereichsleiter Oliver Marzian in den Ruhestand verabschiedet. Seit 2010 fungierte sie als Leiterin der Volkshochschule.
 
 Oberbürgermeister Klaus Heininger überreicht Ute Schwendemann Blumen und Präsent
Verabschiedung der Volkshochschul-Leiterin Ute Schwendemann durch Oberbürgermeister Klaus Heininger
 
Zur Nachfolgerin wurde die Sportökonomin Valerie Lorbeer gewählt. Sie hatte im April ihren Dienst angetreten.
 
Valerie Lorbeer
Valerie Lorbeer, die Nachfolgerin von Ute Schwendemann
 
Als neue Leiterin des Sachgebiets Bildung und Betreuung wurde Lisa Kotre ebenfalls im April eingestellt. Arbeitsschwerpunkte in ihrer Arbeit sind die Kontaktpflege mit den ev. und kath. Kindertagestätten sowie die Koordination der offenen und mobilen Sozialarbeit in Zusammenarbeit mit der Bruderhaus Diakonie sowie die Schulsozialarbeit.
 
Lisa Kotre
Die neue Kollegin Lisa Kotre
 

Veranstaltungen

Entsprechend der Hygieneregeln aus den Coronaverordnungen war man in Eislingen bestrebt, Veranstaltungen für die Bürger*innen anzubieten. Dazu gehörte im Rahmen des Sommers der Verführungen ein Rundgang mit der Schriftstellerin Tina Stroheker auf dem Poetenweg. Des Weiteren wurden Veranstaltungen des Schülerferienprogramms durchgeführt. Selbstredend war unter den Bedingungen der Corona-Pandemie an die Durchführung einer Massenveranstaltung wie dem „Filstalrock“ nicht zu denken.
 Preisträgerin Franziska Schindler und Oberbürgermeister Klaus Heiniger bei der Verleihung des Französischpreis der Stadt Eislingen
Die Schülerin Franziska Schindler wird mit dem Französisch-Preis ausgezeichnet
 

Persönliches

Auch trotz der erschwerten Bedingungen konnte auch in diesem Jahr wieder der Französischpreis der Stadt verliehen werden. Ausgezeichnet wurde Franziska Schindler, Schülerin am Erich-Kästner-Gymnasium.
 
In der Eislinger Stadtverwaltung gab es ein Jubiläum zu feiern. Seit 40 Jahren ist Achim Vogt im öffentlichen Dienst tätig. Oberbürgermeister Klaus Heininger überreichte in einer Feierstunde die Landesurkunde mit einem Präsent. Auch Stadtkämmerer Oliver Marzian würdigten das Engagement seines Stellvertreters.
 
Oberbürgermeister Klaus Heininger überreicht Jubilar Achim Vogt die Dankurkunde zum 40-jährigen Dienstjubiläum
Der Jubilar Achim Vogt mit Oberbürgermeister Klaus Heininger
 
In einer Pressemitteilung wurde auf eine Neuerung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd hingewiesen. Im Ökumenischen Institut für Theologie und Religionspädagogik wurde mit dem Fach Syrisch-Orthodoxe Theologie/Religionspädagogik ein neuer Zertifikatsstudiengang eingerichtet. Leiter dieses Studiengangs wurde der Pädagoge, Orientalist und Theologe Dr. Dr. Josef Önder, im Hauptberuf Konrektor an der Dr.-Engel-Realschule.
 
Knapp ein Dreivierteljahr nach der Feier des 100. Geburtstags starb Rolf Steinmayer, der langjährige Direktor der Firma Zeller & Gmelin. In seiner Freizeit engagierte er sich viele Jahre im Vorstand der Sektion Hohenstaufen des Deutschen Alpenvereins. Für sein Lebenswerk wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
 

Sport

Die Jugendarbeit spielt beim FC Eislingen eine große Rolle. Mit 15 Jungen- und vier Mdächenmannschaften zählt die Jugendfußballabteilung des Vereins zur größten und erfolgreichsten im Kreisgebiet. Ein Meilenstein im Weg auf eine erfolgreiche Zukunft wurde am 28. August gesetzt. Es wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Bundesliganachwuchsverein des VfB Stuttgart unterzeichnet

Splitter aus dem Geschäftsleben

Die Rahmenbedingungen der Coronakrise bedeuteten Herausforderungen und teilweise drastische Einschnitte für das Geschäftsleben. Zu klagen hatten über erhebliche Umsatzeinbrüche Gastronomie, Diskotheken und das Schaustellergewerbe.
 
Die Firma Roschmann, deren Seniorchef in diesem Jahr verstorben ist, versuchte mit dem Göppinger Vergnügungspark, Besuchern Unterhaltungsmöglichkeiten zu bieten. Für die Tanzlokale Club Eichenhof und Oak Club kam am Monatsende nach 40 traditionsreichen Jahren das Aus.
 
Der Mitte des Monats angesetzte lange Einkaufsfreitag war nach Aussagen von Regina Klaiber, der neu gewählten Vorsitzenden der Eislinger Selbständigen, durchaus erfolgreich. Kurz zuvor stifteten die Eislinger Selbständigen unter ihrem Vorgänger Eugen Heilig eine Ruhebank für die Hauptstraße.
 
von links nach rechts: Oliver Marzian, 2. Vorsitzender der Eislinger Selbstständigen, Oberbürgermeister Klaus Heininger, Eugen Heilig, 1. Vorsitzender der Eislinger Selbstständigen, Thea Heinzler, Stadtmarketing
Die Eislinger Selbständigen mit ihrem Vorsitzenden stiften eine Ruhebank: von links: Stadtkämmerer Oliver Marzian, Oberbürgermeister Klaus Heininger, Eugen Heilig und Thea Heinzler (Eislinger Stadtmarketing)
 

Erfolgreich agieren konnte die Eislinger Unternehmensgruppe von Filippo Salvia. Sie erwirtschaftete mit bislang 800 Mitarbeitern an bundesweit 16 Standorten zuletzt ein Jahresumsatz von 160 Millionen Euro. Das Bauprojekt auf dem Wurster-Gelände macht Fortschritte. Des Weiteren konnte Salvia mit der Übernahme des Kerngeschäfts von Rehms Building Technolgy in Borken einen idealen Partner in seine Unternehmensgruppe eingliedern.
 

„Endlich können wir wieder gemeinsam Kunst genießen“

Mit diesen Worten begrüßte der Kunstvereinsvorsitzende Paul Kottmann die Besucher der Vernissage zur Ausstellung „watching me out“ von Danielle Zimmermann in den Galerieräumen der Alten Post. Nach monatelanger Pause im Zeichen der Corona-Pandemie konnte mit einer begrenzten Zahl an Gästen den Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen werden. Der in Stuttgart-Bad Cannstatt lebende Kunsthistoriker, Essayist und Ausstellungsmacher Gerhard van der Grinten führte in das Schaffen Zimmermanns ein, die sich gesellschaftlichen Themen wie Werbung und Konsum verschrieben hat.
 

„Schön ist die Welt“

…lautete der Titel des Programms des Startenors Jay Alexander, das am Anfang der Wiederaufnahme des Kulturveranstaltungsbetriebs in der Stadthalle stand. Das Potpourri von Melodien aus Operetten und Filmmusiken, begleitet am Flügel von dem in Hattenhofen lebenden Pianisten und SWR-Musikredakteur Peter Grabinger, fand beim Publikum großen Anklang.
 
Auch der Eislinger Musikernachwuchs machte von sich reden. Die 16jährige Trompeterin Klara Oellig und der 15jährige Saxophonist Simon Kloos wurden vom Deutschen Musikrat in Freiburg mit dem Sonderpreis der Walter- und Charlotte-Hamel-Stiftung bedacht.
 

Weitere Akzente im Kulturleben

Als weitere Veranstaltungen zum Beginn der Herbstsaison in der Stadthalle standen aus dem Bereich der Kleinkunst das Luzerner Duo „Ohne Rolf“ und der Schriftsteller-Lesungen Uwe Laubs Buch „Thriller“ auf dem Kalender.
 
In der Christuskirche eröffnete das Orgelkonzert Professor Stefan Engels aus Dallas die Herbstsaison. Er spielte Werke von Sigfrid Karg-Elter und Robert Schumann.
 
Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass kleine pandemie-geschuldete Maßnahmen wie die Verwendung von Desinfektionsmitteln, das Tragen von Masken und das Dokumentieren in Besucherlisten, von den Besuchern gerne in Kauf genommen wurden, um endlich wieder Kultur genießen zu können. Ebenso war es für die Künstler*innen erfreulich, sich nach Monaten der Pause dem Publikum wieder vorstellen zu können.
 

Im Hallenbad

 … konnte zur Freude vieler Besucher*innen der Betrieb des Schwimmbads wieder aufgenommen werden.
 
Die „Menschen für Eislingen“ starteten im Hallenbad ihre neue Reihe „Kulturmenschen“. Eingeladen war der Geschäftsführer der Geislinger Kaiserbrauerei Christoph Kumpf. Er ging um den Themenkomplex Nachhaltigkeit, Traditionen, Zukunftsperspektiven und die besten Biere der Welt.
 

Klimastabilere Wälder und landschaftsprägende Streuobstwiesen

Um den Wald im Bereich Wannenhof – Wachterweg – Gasleitungsweg der Versauerung des Bodens entgegenzuwirken, wurde gekalkt. Aus diesem Grund wurden die Waldwege befristet gesperrt.

Blick auf eine Streuobstwiese bei Eislingen
Streuobstbäume beim Stadtteil Krummwälden


Im September startete die Stadtverwaltung wieder das kommunale Förderprogramm „Streuobstbäume für Eislingen“. Die im Jahr 2002 ins Leben gerufene Maßnahme ist auf Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen im Eislinger Stadtgebiet ausgelegt

Kultur und Veranstaltungen

 Zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober führten die CDU und ihre Jugendorganisation eine Festveranstaltung in der Stadthalle durch.
 
Ebenfalls in die Historie hob die Aufführung des Theaterstücks „Lehman Brothers – Aufstieg und Fall einer Dynastie“ in der Stadthalle ab. Die Geschichte der Lehman-Brüder, dargestellt von der „a.gon Theater GmbH“ aus München, führte von der Finanzkrise 2008 schlaglichtartig zurück in 150 Jahre Kapitalismus „made in USA“.
 
Den musikalischen Akzent im Veranstaltungsprogramm der Stadthalle setzte das Percussion Duo Jessica und Vanessa Parter. Sie boten bei ihrem Auftritt eine spannende Mischung aus Barock, Romantik und Impressionismus.
 
Eine Erfolgsmeldung kam vom Musikverein. Die beiden Musikerinnen Melina Ott und Nora Claus haben die Leistungsprüfung des Blasmusikverbands mit der Note „sehr gut“ bestanden.
 
Corona-bedingt im kleinen Kreis beging der Eislinger Familientreff im ev. Gemeindehaus der Christuskirche die Feier zum zehnjährigen Bestehen. Rudolf Dangelmayr, Sozialdezernent im Göppinger Landratsamt, lobte den Familientreff als kostenloses Unterstützungs- und Beratungsangebot für Familien.

Splitter aus dem Geschäftsleben

Die erste Amtshandlung der neu gewählten Vorsitzenden der Eislinger Selbstständigen Regina Klaiber war es, mit ihren Vorstandsmitgliedern Dirk Joneleit und Detlev Nitsche dem Kosmetik- und Modesalon Elvira Canestrini zum 50jährigen Bestehen einen Besuch abzustatten.
 
Einen Abgang hatte die Eislinger Geschäftswelt mit dem Wegzug von NIC Systemhaus zu verzeichnen. Das IT-Unternehmen, das mit dem Gütesiegel „Great Place to Work“ ausgezeichnet wurde, bezog neue Räume im Göppinger Boehringer-Areal.

Personalwechsel im Rathaus

Die Stadtverwaltung konnte in ihren Reihen eine ganze Anzahl neuer Kolleginnen begrüßen: Stefanie Leonhardt im Bürgerbüro, Kim Hudler bei der Verwaltung der Kindertageseinrichtungen sowie seit vergangenen Monat Lena Wöhl als Bibliothekspädagogin für den Kinder- und Jugendbereich.
 
Darüber hinaus gab es weitere personelle Weichenstellungen. Bei der  städtischen Bauverwaltung wird Christine Mayer 2021 den Dienst aufnehmen und im Vorzimmer des Oberbürgermeisters Abigel Baches als Nachfolgerin von Margret Seiler. Das Team des Baurechtsamts des Gemeinderverwaltungsverbands Eislingen-Ottenbach-Salach wird durch Tina Mader verstärkt.
 
Neue Mitarbeiterin Stephanie Leonhardt

Neue Mitarbeiterin im Rathaus Kim Hudler

 Lena Wöhl, neue Mitarbeiterin in der Stadtbücherei

Christine Mayer

Neue Mitarbeiterin Abigel Baches

Neue Mitarbeiterin Tina Mader
Neue Mitarbeiterinnen Stefanie Leonhardt, Kim Hudler, Lena Wöhl, Christine Mayer, Abigel Baches und Tina Mader.


„Immer noch besser schwärmen und trinken als sich ärgern und nichts tun“

Dieses Zitat des deutschen Lyrikers Emanuel Geibel (1815-1884) lässt sich auch gut mit dem Eislinger Apfelsaft in Verbindung bringen. Die Organisatoren des Eislinger Bio-Apfelsafts zeigten sich sehr zufrieden mit der reichhaltigen Anlieferung von etlichen Tonnen an ungespritzten und kontrollierten Bio-Äpfeln von den Eislinger Streuobstwiesen. Mit der Aufpreis-Vermarktung durch die Firma Auer-Fruchtstäfte in Lauterstein-Weißenstein wird ein Beitrag zur Sicherung der Streuobstbestände in unserer Stadt geleistet

Polit-Talk auf dem Wochenmarkt

Am 16. Oktober war Sabrina Hartmann, Kandidatin der SPD für die Landtagswahl, auf dem Eislinger Wochenmarkt. Im Rahmen ihrer Tour durch den Wahlkreis Göppingen war es ihr ein Anliegen, zu erfahren, wo den Bürger*innen „der Schuh drückt“.
 
Die CDU-Landtagskandidatin Sarah Schweizer machte mit ihrer Gesprächsreihe „Stadtgespräch“ auf dem Eislinger Wochenmarkt eine Woche später Station. Mit dieser Reihe möchte die Landtagskandidatin ähnlich wie ihre SPD-Kollegin mit den Bürger*innen in ihrem Wahlkreis ins Gespräch kommen und in Erfahrung bringen was die Menschen bewegt. Mit einer mobilen Sofaecke wurde unter den Bedingungen der Corona-Pandemie das Wohnzimmer ins Freie verlegt.

Nachrichten aus dem Sport

Mitte Oktober wurden in Künzelsau und Eislingen die Wettkämpfe um den Landesmeister Baden – Nordwürttemberg und den Eislinger Säbel-Cup ausgetragen. Bei diesem Kräftemessen konnten die jungen Fechter*innen des Stützpunktes Eislingen/Göppingen mit großen Erfolgen aufwarten.
 
Der FC Eislingen konnte seine Partnerschaft mit der Firma Pusch-Data fortsetzen. Auch künftig wird das Firmenlogo des IT-Dienstleisters auf den Trikots der Eislinger Fußballer zu sehen sein. Zustande kam die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, das in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen feiern kann und seinen Sitz seit geraumer Zeit in der Nähe des Eichenbachstadions hat über FC-Sportvorstand David Rupp.
 
Eine Lanze für den Schulsport brach die Silcherschule. Der Aktionstag, den die deutsche Schulsportstiftung ins Leben gerufen hatte, war für die Bildungseinrichtung der Anlass, um auf ihre Zukunftspläne aufmerksam zu machen. Die Corona-Pandemie hatte seit März den Schulsport weitgehend lahmgelegt. Für das kommende Schuljahr wurde ein Sportunterricht-Konzept entwickelt, das die Abstands- und Hygieneregeln berücksichtigt. Rund 100 Schüler*innen maßen sich bei der Veranstaltung in der Schulsporthalle beim Fußball-, Handball- und Volleyballspielen sowie beim Klettern, Balancieren und Gummihüpfen.

Corona – die „zweite Welle“ kündigt sich an

Mit dem Beginn der kälteren Jahreszeit war eine sprunghafte Zunahme der COVID-Infektionen zu beobachten. Innerhalb weniger Tage war die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner angestiegen. Diese Werte machen es dem Gesundheitsamt unmöglich, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Das Landratsamt verfügte Maßnahmen mit dem Ziel die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Dazu gehörte die Verhängung eine Sperrstunde zwischen den Abend- und frühen Morgenstunden. Der Gaststättenbetrieb wurde auf die Abgabe von Speisen zum Mitnehmen reduziert. Vereinsaktivitäten wurden eingeschränkt.
 
Vor diesem Hintergrund wurde der soeben aufgenommene, seit Jahren bewährte Kreativtreff im Jugendhaus Talx wieder eingestellt. Des Weiteren öffnete erneut die Fieberambulanz der Kreisärzteschaft in der Ulmer Straße. Die Corona-Abstrichstelle nahm im Gebäude in der Ulmer Straße bereits Ende Juli wieder ihren Betrieb auf. Mit diesen Maßnahmen sollen die Hausarztpraxen entlastet und das Infektionsrisiko gemindert werden.

Corona – die „zweite Welle“ rollt

Im Gefolge der stark ansteigenden Infektionszahlen wurde das Rathaus für den Besucherverkehr geschlossen. Ebenso Sportstätten, Hallenbad, Musikschule und Volkshochschule. Die Kindergärten, Schulen und die Jugendhäuser blieben geöffnet. Für wichtige Angelegenheiten der Bevölkerung mit dem Rathaus, die nicht über elektronische Medien geregelt werden können, war ab dem 6. November eine Vorab-Terminvereinbarung zwingend notwendig.
 
Zur Unterstützung der örtlichen Betriebe hatte Oberbürgermeister Heininger einen Flyer an alle Haushalte in Umlauf gebracht, in dem Lieferdienste und Abholangebote verzeichnet sind. Des Weiteren erhielten Gastronomen und sonstige Geschäfte unbürokratisch und großzügig auf Anfrage zusätzliche Außenflächen.
 
Eine Investition im Zeichen von Gegenwart und Zukunft tätigte die Stadtverwaltung mit der Anschaffung von 400 i-Pads für Schüler*innen. Die Stadt sieht bei der Digitalisierung die Eislinger Schulen auf einem guten Weg.
 
von links nach rechts: OB Klaus Heininger und Karl-Heinz Wacht vom Sozialverband VdK bei der Kranzniederlegung auf dem Friedhof SÜD
Oberbürgermeister Heininger bei der Kranzniederlegung auf dem Friedhof Süd

Das etwas andere Gedenken an die Toten

Unter den Voraussetzungen der Corona-Pandemie wurde auch die Trauerfeier zum Volkstrauertag im Zeichen des stillen Gedenkens durchgeführt. Oberbürgermeister Klaus Heininger legte im Beisein des VdK-Vorsitzenden Karl-Heinz Wacht auf dem Nordfriedhof zum Gedenken an die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror einen Kranz nieder.
 
Die ev. Christuskirche lud zum Ewigkeits- bzw. Totensonntag zu einem besonderen Gottesdienst mit dem Obermachtaler Konzert-Organisten Gregor Simon ein. Die Auswahl seiner musikalischen Beiträge mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Alexandre Guilmant, Alexandre-Pierre-François Boëlly und Théodore Dubois wurde ergänzt mit Textbeiträgen von Pfarrerin Ursula Pelkner, u. a. mit Gedanken des Schweizer Pfarrers und Literaten Kurt Marti.

Laternenfest einmal anders

Ebenfalls im Zeichen der Corona-Pandemie beging der ev. Kindergarten Regenbogen in der Friedhofstraße sein Laternenfest in anderer Form. Anstelle des traditionellen großen Familienfests mit Laternenumzug durch die Straßen ließen sich die Verantwortlichen ein Alternativprogramm einfallen. Im Mittelpunkt standen Kasperle-Theater, ein fröhlicher Umzug mit selbst gebastelten Laternen durch den großen Garten des Kindergartens und abschließend einen Laternentanz.
 
Spielplatz im Schloßpark
Der neue Spielplatz im Schlosspark

Die Stadtverwaltung veranlasst einen Kirchenumbau

Am 18. November wurde ein Kaufvertrag zwischen der Großen Kreisstadt Eislingen und der Neuapostolischen Kirchengemeinde vollzogen. Angesichts rückläufiger Kirchenbesucher hatte die Neuapostolische Kirche ihren Standort Eislingen im Bereich Rückert-/ Scheerstraße aufgegeben. Für die Musikschule Eislingen eröffnete sich die Möglichkeit, ihren Wunsch nach eigenen Räumen zu verwirklichen. Damit kann die Musikschule nicht nur Übungs- und Unterrichtsräumlichkeiten aufweisen, sondern hat gleichermaßen eine Örtlichkeit zur Durchführung von Veranstaltungen. Die Einrichtung ist mit 350 Schüler*innen und 20 Lehrkräften auf Wachstumskurs. Wenige Tage später begannen die Umbauarbeiten. Die Baukosten dürften sich auf etwa 950 000 Euro belaufen.

Ein Spielplatz im Schlosspark

Mitte November konnte nach mehrwöchigen Bauarbeiten der Spielplatz im Schlosspark seiner Bestimmung übergeben werden. Die Spielgeräte mit Balancierparcours, Rutschbahn, Wippschnecke und Schaukeln sind für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr konzeptioniert. Abgestimmt wurde die Spielplatzplanung mit der Frühförderstelle. Bewusst wurden auch inklusive Elemente eingebaut, damit Förderkindern gefahrloses Spielen ermöglicht ist. Unterstützt wurde der Spielplatzbau durch die Stiftung Alten- und Familienhilfe Eislingen und den Blasmusik-Kreisverband Göppingen.
 
Spielgerät "kleine Schnecke" aus Naturholz
Der neue Spielplatz im Schlosspark

Wohltätige Aktionen für den Balkan und Osteuropa

Erfreuliches konnte das Kinderkirch-Team der Lutherkirche vermelden. Dank großzügiger Spenden der Kinderkirchfamilien konnte eine Weihnachtspäckchen-Aktion für Serbien und Bosnien auf den Weg gebracht werden.
 
An der Dr.-Engel-Realschule hat die SMV / Schülermitverantwortung wieder die Teilnahme an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ organisiert. 120 Päckchen konnten für arme Kinder in Osteuropa versandt werden.

Web-Konferenz der SPD

Im Zeichen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch die Corona-Pandemie hielt die SPD ihren traditionellen politischen Stammtisch „Roter Treff“ als Web-Konferenz ab. Gerade diese Einschränkungen und die Frage, wie die Landtagskandidatin Sabrina Hartmann als Wahlkämpferin mit dieser besonderen Situation umgeht, waren zentrale Punkte bei dem Internet-Austausch.

Zur Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit

… luden Stadt und Handel in Eislingen mit verschiedenen Aktionen ein. U. a. wurde unter Beachtung der Corona-Pandemie-Regeln am Freitag, 11. Dezember ein langer Shopping-Abend veranstaltet, umrahmt von Beiträgen der Musikschule.
 
Die Gottesdienste an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen standen im Zeichen der Hygieneregelungen zur COVID-Pandemie. Die Heilig-Abend-Gottesdienste im Freien bei der Christuskirche und im Schulhof der Dr.-Engel-Realschule, organisiert von der Lutherkirche, fanden guten Zuspruch.
 
Die Eislinger CDU brachte pünktlich vor Beginn des neuen Jahres ihren beinahe schon zur Tradition gewordenen Kalender mit Eislinger Motiven auf den Markt. Die Gruppe MfE / Menschen für Eislingen konnten ebenfalls mit einem Kalender für 2021 aufwarten. Unter dem Motto „Eislinger Ansichten“ präsentiert der Kalender Monat für Monat „heiße Eisen“ der Kommunalpolitik. Von dem Profi-Fotografen Giacinto Carlucci wurde Enya Reik als Kalender-Girl attraktiv ins Bild gerückt.
 
Weihnachtszauber in Eislingen
Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstraße

Persönliche Nachrichten

Eine Zäsur markiert zweifellos der Rücktritt des SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Ritz aus dem Gemeinderat zum Jahresende. 41 Jahre lang gehörte Ritz, der am 28. Dezember seinen 75. Geburtstag begehen konnte, dem Ratsgremium an. Peter Ritz hat maßgeblich die Entwicklung Eislingens in den zurückliegenden Jahrzehnten beeinflusst. Oberbürgermeister Klaus Heininger zollte Respekt und Anerkennung vor Ritz‘ großen Verdiensten. Erinnert sei an sein Engagement auf kulturellem Gebiet, bei sozialen Themen und beim bürgerschaftlichen Engagement und gerade auch im Bereich von Umwelt und Verkehr. Peter Ritz ging bei seinem Wirken auch keinen kontroversen Diskussionen aus dem Weg. Dies zeigt auch sein Abgang aus dem Eislinger Ratsgremium. Beeinflusst wurde seine Entscheidung von dem mehrheitlichen Willen der Stadträte zum Abbruch der Überführungshochbrücke über Bahn und Fils mit der damit verbundenen Verwirklichung der „Mühlbachtrasse“.

Ein weiterer Einschnitt war der Tod von Trude Hasert nach kurzer, schwerer Krankheit. Ihr tatkräftiges Engagement in der SPD und der AWO (Arbeiterwohlfahrt), gerade auch als „Küchenchefin“ wird in stetiger Erinnerung bleiben. Eng mit ihrem Namen verbunden ist das längst zur Tradition gewordene Maultaschenessen in der Stadthalle.
 
64 000 Euro erspielte der Eislinger Sebastian Hafner in der Fernsehsendung „Wer wird Millionär“. Vielen ist „Sibbi“ Hafner als Mitglied der Punk-Band „Itchy“ ein Begriff. Das Gespräch, das sich in der Ratesendung zwischen dem Punk-Musiker aus Eislingen und Moderator Günther Jauch entwickelte, hatte einen humorvoll- frechen Unterhaltungswert.

Auf dem Weg ins neue Jahr

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurde der Ottenbacher Silvesterlaufs abgesagt. Für Uli Weidmann, dem Redaktionsschef von eislingen.online war das ein Anlass, einen virtuellen Winterlauf ins Leben zu rufen. Von Heiligabend bis zu Lichtmess am 2. Februar können auf Eislinger Laufstrecken Kilometer gesammelt werden. Der Erlös kommt der Bruderhaus-Diakonie in Eislingen zu Gute.
 
Der Jahresausklang an Silvester war in diesem Jahr im Zeichen der Corona-Pandemie ein anderer. Die Beschränkungen, nur in kleinem Kreis feiern zu können und die Ausgangsbeschränkung, nach 20 Uhr das Haus nicht mehr verlassen zu können, sorgten für einen stilleren Jahreswechsel als gewohnt. Auch das Feuerwerk zur Begrüßung des neuen Jahres verlief in bescheideneren Formen.
 
Mit diesen Betrachtungen schließe ich meine Rückschau auf das Jahr 2020. In der Hoffnung, dass wir miteinander die Herausforderungen, des gerade begonnenen Jahres gut meistern können, verbleibe ich mit herzlichen Grüßen
 
Ihr Martin Mundorff
Stadtarchivar