Persönliche Notfallvorsorge

Ein Vorrat für 10 Tage, eine gut ausgestattete Hausapotheke und private Notfallpläne für Ihre Familie geben Sicherheit. Je mehr Menschen sich auf mögliche Notsituationen selbst vorbereiten, desto mehr werden Behörden und Einsatzkräfte entlastet. Diese können sich dann verstärkt auf die Bewältigung der eigentlichen Schadenslage sowie die Wiederherstellung der betroffenen Infrastruktur konzentrieren.

Was bedeutet Bevorratung?

Bevorratung heißt, ausreichend Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs im Haushalt zu haben, um für mehrere Tage unabhängig sein zu können. Ziel ist es, eine kurzfristige Versorgungslücke problemlos zu überbrücken.

Sinnvoll sind vor allem haltbare und leicht zuzubereitende Produkte, zum Beispiel:

  • Trinkwasser (ca. 2 Liter pro Person und Tag)
  • Haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Konserven
  • Brot, Knäckebrot oder Zwieback
  • Hygieneartikel (Toilettenpapier, Seife)
  • Medikamente

Ein Vorrat für 7 bis 10 Tage reicht in der Regel aus. Er muss nicht auf einmal angeschafft werden. Wenn Sie beim normalen Einkauf immer ein paar zusätzliche Produkte mitnehmen, genügt das.

Tipp: Lagern Sie Vorräte übersichtlich. Prüfen Sie regelmäßig die Haltbarkeit und nutzen Sie die Lebensmittel im Alltag, um sie rechtzeitig zu ersetzen.

Weiter Informationen zur Bevorratung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Was ist ein Notgepäck?

Ein Notgepäck ist ein Rucksack oder eine Tasche mit den wichtigsten persönlichen Dingen für den Fall, dass Sie Ihre Wohnung kurzfristig verlassen müssen, zum Beispiel bei Evakuierungen.

Typischer Inhalt eines Notgepäcks:

  • Kopien wichtiger Dokumente
  • Bargeld
  • Wechselkleidung
  • Hygieneartikel
  • Taschenlampe, Batterien oder Powerbank
  • Mobiltelefon und Ladezubehör
  • Persönliche Medikamente
  • Notfallversorgung für Haustiere (Tiernahrung, Transportbox, Impfpass, sonstige Unterlagen)

Das Notgepäck sollte individuell angepasst werden, zum Beispiel für Kinder, ältere Menschen oder Haustiere und an einem gut erreichbaren Ort aufbewahrt werden.

Was ist ein privater Notfallplan?

In kritischen Situationen bleibt oft wenig Zeit zum Handeln. Ein privater oder familiärer Notfallplan legt fest, was im Ernstfall zu tun ist. Er hilft, auch in Stresssituationen den Überblick zu behalten.

Wichtige Bestandteile eines privaten Notfallplans sind:

  • Festlegung eines Treffpunktes für Familienangehörige
  • Wichtige Telefonnummern (auch auf Papier)
  • Dokumentensicherung: Ein zentraler Notfallordner mit Kopien von Ausweisen, Urkunden, Versicherungen und medizinischen Unterlagen (mit dem Stichwort „Notfallmappe“ finden Sie im Internet einige kostenfreie Muster die Sie verwenden können)
  • Absprachen mit Nachbarn oder Angehörigen

Warum das wichtig ist:

Wer sich vorher Gedanken macht und Absprachen trifft, handelt im Notfall ruhiger und sicherer.

Weitere Informationen bietet auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in seinem Ratgeber "Vorsorge für Krisen und Katastrophen".