Innenstadtentwicklung

Innenstadtentwicklungskonzept Eislingen/Fils 2030



Als langfristige Plangrundlage für die Stadtentwicklung wird derzeit das Innenstadtentwicklungskonzept Eislingen/Fils 2030 überarbeitet. Hierzu wurde im Jahr 2008 ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt.

Zwischenzeitlich haben der erste und ein dritter Preisträger ihre Wettbewerbsarbeiten präzisiert.

Neben zahlreichen städtebaulichen Chancen, die beide Konzepte aufzeigen sind die zentralen Themen der Bau und Standort des neuen Rathauses und die Alternative für das in die Jahre gekommene Überführungsbauwerk im Zuge der Hauptstraße.
Kurz zusammengefasst unterscheiden sich die beiden Lösungen wie folgt (Einzelheiten sind den Verlinkungen zu entnehmen):

modellMorpologic

Morpho-Logic, München (1. Preis)

Die Lösung sieht eine zentrale Unterführung für Auto-, Radfahrer und Fußgänger auf der historischen Hauptstraßenachse (heute teilweise Bahnhofstraße) vor. Das Rathaus ist am Place d´Oyonnax an der Hindenburgstraße positioniert und formt mit einem weiterem Neubau im Südwesten einen „neuen Marktplatz“ gegenüber dem Schloss aus. Unterschiedliche Platzräume folgen entlang der Hauptachse nach Süden. Die Straßenführung erfolgt annähernd geradlinig durch die Stadt.

modellBaldauf

Baldauf, Stuttgart (3. Preis)

Für den motorisierten Verkehr erfolgt die Querung von Fils und Bahn über eine neue Verbindung in Verlängerung der Mühlbachstraße bis zur Hindenburgstraße. Fußgänger und Radfahrer werden zentral in Verlängerung der Bahnhofstraße in einer neu gestalteten Passage die Bahn unterqueren. Das Rathaus, etwas südlicher positioniert als im Entwurf Morpho-Logic, liegt gegenüber dem Schloss. Dazwischen entsteht ein autofreier „Marktplatz“.
Bei dem schwierigen Entscheidungsprozess geht es nicht allein um die Lage der Trasse als Ersatz für das Überführungsbauwerk, sondern um eine städtebauliche Grundlagenentscheidung, um die Wirkung des Zentrums auf die Bürger und auf Außenstehende. Gibt es ein „verkehrsfreies“ Zentrum mit allen Qualitäten und Problemen oder pulsiert Eislingen gerade auch mit und durch den Verkehr auf einer zentralen Achse?
Hat der Bereich zwischen dem Place d´Oyonnax und der Hirschkreuzung die Kraft sich in einer verkehrsarmen Zone wettbewerbsfähig zu entwickeln oder erfordert die Stärkung des Einzelhandels- und Dienstleistungsbereiches die Bündelung aller Verkehrsarten?

Die Bürger Eislingens sind eingeladen sich am öffentlichen Diskussionsprozess zu beteiligen.
Für Rückfragen steht Ihnen das Team des Planungsamts unter Planungsamt@eislingen.de oder unter 07161-804-316 zur Verfügung.

Gutachterliche Begleitung

Parallel wurden ein Marktgutachten und ein Verkehrsgutachten erstellt, die die Auswirkungen der beiden unterschiedlichen Lösungen auf den Standortfaktor Kernstadt und den Verkehr bewerten. Beide Gutachten signalisieren mit Nuancierungen, dass grundsätzlich beide Lösungen machbar sind.